Bluthochdruck geht an die Nieren

Arzt misst Blutdruck

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Da erste Anzeichen bei Bluthochdruck fehlen, erkennen die meisten Menschen dieses Leiden zu spät und therapieren es nicht ausreichend. Das führt zu Folgeschäden an den inneren Organen. Neben schweren Folgeschäden an Herz und Gehirn verursacht ein jahrelang schlecht einge­stellter Bluthochdruck Nierenfunktionsstörungen.

Die Niere produziert verschiedene lebenswichtige Hormone, entgiftet den Körper und reguliert den Salz- und Wasserhaushalt. Diese Vorgänge tragen unter anderem zur Höhe des Blutdrucks bei.

Was mit der Niere bei Bluthochdruck geschieht

Die kleinen Blutgefäße der Niere halten dem erhöhten Blut­druck nicht stand. Sie verengen sich, wodurch ihre Funk­tionsfähigkeit abnimmt. Diese Gefäßverengungen leiten Vorgänge ein, die den Blutdruck steigern. Damit treibt die Niere indirekt ihre eigene Schädigung weiter voran.

Es kommt zum Un­tergang von Nierengewebe. Das zerstörte Gewebe wird durch Narbengewebe ersetzt. Die Funktion der Niere schränkt sich ein. Diesen Funktionsverlust bemerken Betroffene zu spät. Warnhinweise erkennen Sie am Ausscheiden bestimmter Eiweißstoffe im Urin.

Die krankhaften Schäden lassen sich nicht rückgängig machen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem völligen Versagen beider Nieren. Als letzter Ausweg bleibt für die Betroffenen die Möglichkeit einer Blutwäsche bestehen.

Morgenhochdruck: Gefahr für Ihre Niere

Die Nierenschädigung kündigt sich in ihrem Verlauf nicht durch Beschwerden an. Wichtig für Bluthochdruck-Betroffene und Diabetiker bleibt der Blick auf die Werte im Urin. Der Verlauf einer Nierenschädigung lässt sich so ablesen und vorbeugen. Stellt der Bluthochdruck an sich schon ein Anfangs-Risiko für die Niere dar, so geht der Morgenhochdruck „gefährlich an die Nieren“.

Morgenhochdruck-Betroffene weisen im Vergleich zu Bluthochdruck-Patienten eine erhöhte Albuminausscheidung (> 200 mg/l) auf. Sie kennzeichnet eine fortschreitende Nierenschädigung bis hin zur Dialyse. Die wichtigste Maß­nahme zum Schutz vor einem Nierenfunktionsverlust stellt eine effektive Senkung erhöhter Blutdruckwerte dar. Bekämpfen Sie den Morgen­hochdruck nicht, bleibt eine Schädigung der Niere nicht aus.

Verbessern Sie Ihren Blutdruck

Morgenhochdruck ist ein sicheres Zeichen für eine unzureichende Therapie. Viele Medikamente bieten keinen ausreichenden Schutz über 24 Stunden. Dadurch entsteht eine therapeutische Lücke in den Morgenstunden. Die Blutdruckwerte steigen gefährlich an und akute Komplikationen wie Herz­infarkt und Schlaganfall treten gehäuft auf.

Schutz vor diesen und weiteren Folgen des Morgenhochdrucks bietet am sichersten eine dauerhafte Blutdruckeinstellung auf Werte unter 140/90 mmHg.  Bluthochdruck am Morgen kommt sehr häufig vor. 75% der Bluthochdruck-Patienten weisen trotz medikamentöser Therapie gefährlich hohe Blutdruckwerte am Morgen auf. Morgenhochdruck erhöht das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und Nierenschäden drastisch.

Schläfen- und Kopfschmerzen sowie Schwindel oder Benommenheit nach dem Aufstehen deuten auf Morgenhochdruck hin. Die zuverlässigste Maßnahme zur Vorsorge stellt die regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks dar. Die wichtigsten Werte erhalten Sie morgens. Moderne Medikamente bekommen Morgenhochdruck auf Dauer gut in den Griff.

Eingestellt am: 29. Oktober 2013