So bleibt Ihr Gehirn aktiv

Halten Sie Ihr Gehirn mit Übung aktiv

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Sie haben den Schlüssel verlegt oder die Telefonnummer vergessen? Sie sind mit dem Kopf nicht bei der Sache: Harmlose „Tüddeligkeit“ oder beginnende Demenz? Viele Menschen sind verunsichert, wenn ihr Gedächtnis im Alter nachlässt.

Dass das Gehirn Probleme macht, bemerken viele ältere Menschen. In einer repräsentativen Forsa-Umfrage mit insgesamt 1.000 Befragten gab knapp ein Drittel an, mindestens einmal pro Woche Konzentrations- und Gedächtnisprobleme bei sich festgestellt zu haben. Jeder Elfte bemerkt die Gedächtnisprobleme täglich.

Die gute Nachricht: Der Großteil der Befragten unterstützt die grauen Zellen aktiv! Sie machen beispielsweise Gedächtnistraining und achten auf eine gesunde Ernährung. Doch Ärzte gehen heute davon aus, dass ein „kopffreundlicher“ Lebensstil für gesundes Altern allein nicht immer ausreicht.

Bei Gedächtnislücken zum Arzt

Deshalb gilt: Es ist höchste Zeit für einen Arztbesuch, wenn sich die Vergesslichkeit häuft. Vergessen Sie wiederholt einen wichtigen Geburtstag oder finden Sie das Auto im Parkhaus nicht wieder? Zunehmende Gedächtnislücken sind nicht immer harmlos, sondern können ebenso erste Anzeichen einer Demenz sein.

Nur der Arzt kann feststellen, wie es um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Gehirns bestellt ist. Er wird dann im Falle einer beginnenden Demenz die individuell richtige Behandlung einleiten. Das ist wichtig, um den geistigen Abbau hinauszuzögern.

Energiemangel im Gehirn

Heute wissen Forscher, dass der Übergang vom gesunden Altern hin zur Demenz schleichend verläuft. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Mitochondrien: Sie gelten als die Kraftwerke der Nervenzellen. Bevor sich typische Symptome wie Ausfallerscheinungen zeigen, produzieren sie bereits seit geraumer Zeit weniger Energie als früher. Die Energie ist dann geringer als das, was das Gehirn für sämtliche Leistungen wie beispielsweise Denken, Erinnern und Entscheiden benötigt.

Darüber hinaus kommt es mit dem Alter zu Eiweißablagerungen in und um die Gehirnzellen, was den Energiemangel zusätzlich verstärkt. Wie Forschungsergebnisse zeigen, spielt eine nachlassende Energieproduktion in den Mitochondrien ebenso eine Rolle bei der Entstehung der Alzheimer-Demenz.

Dem Abbau Paroli bieten

Um den Energiestoffwechsel der Nervenzellen zu verbessern, haben sich rezeptfreie Arzneimittel mit Ginkgoextrakt aus der Apotheke bewährt. Der pflanzliche Wirkstoff kann die Regeneration geschädigter Zellen fördern und die Zellneubildung in der Gedächtnisregion anregen. Damit sorgt er für eine bessere Vernetzung der Zellen untereinander. Dadurch können sich erste Konzentrations-und Gedächtnisprobleme wieder bessern und das Denken fällt leichter. Gut zu wissen: Nur in ausreichend hoher Konzentration kann Ginkgo bei nachlassender Hirnleistung helfen. Welche Arzneimittel geeignet sind, weiß der Apotheker.

Um den geistigen Abbau im Alter zu bremsen, kommt es neueren Studien zufolge ebenso auf eine gute Versorgung mit B-Vitaminen an. Der Grund: Die drei B-Vitamine Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 senken den Homocysteinspiegel im Blut. Das ist wichtig, denn ein hoher Homocysteinspiegel gilt als Risikofaktor für die Alzheimer-Krankheit. Eine vollwertige Ernährung versorgt den Körper gut mit wichtigen Vitaminen. Essen Sie viel frisches Obst, Gemüse und Salat – sowie Vollkornprodukte, Milch, Fisch und Fleisch. Sinnvoll kann darüber hinaus gerade im Alter die Einnahme spezieller Vitaminpräparate sein, die Folsäure sowie die Vitamine B6 und B12 in ausreichender Menge enthalten.

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass auch ein pflanzlicher Extrakt aus der Rinde der französischen Meereskiefer zu einer verbesserten Leistungsfähigkeit des Gehirns beitragen kann. An der aktuellen Studie nahmen 87 Männer im Alter von 55 bis 70 Jahren teil. Nach achtwöchiger Einnahme des Meereskiefer-Extrakts berichteten die Anwender beispielsweise, dass sie sich eher an Freunde und Familie erinnern und mit anderen Menschen besser umgehen konnten. Außerdem fiel es ihnen leichter, sich zu merken, wo alltägliche Gegenstände zu finden sind.

Top-Tipps für das Gedächtnis

  • Bewegung: Jeder Schritt fördert die Durchblutung des Gehirns.
  • Denkpausen: Das Gehirn braucht ausreichend Ruhephasen, um sich zu erholen.
  • Abwechslung: Alltagsroutine ist Gift fürs Gedächtnis, deshalb Neues ausprobieren.
  • Soziale Kontakte: Gehen Sie unter Leute!
Eingestellt am: 11. November 2013