Heike Drechsler ist Botschafterin der Rheuma-Liga

Sport schützt vor Rheuma. Das will die zweifache Olympia-Siegerin Heike Drechsler als Botschafterin der Rheuma-Liga bekannt machen.

Heike Drechsler ist Botschafterin der Rheuma-Liga

Foto: Kirsten Kofahl/Deutsche Rheuma-Liga

Sport beugt nicht nur vor: auch Menschen, die bereits unter Rheuma leiden, tun sich mit jeder Bewegung einen Gefallen. Heike Drechsler will das bekannt machen – weil ihr dieses Anliegen wichtig ist, engagiert sich die zweifache Olympiasiegerin im Weitsprung ehrenamtlich als Botschafterin der Deutschen Rheuma-Liga: „Bewegung hilft den Betroffenen, ein Stück Lebensqualität zurückzugewinnen.“

Unter der Anleitung einer erfahrenen Physiotherapeutin trainiert Heike Drechsler in der Rheuma-Klinik Berlin-Buch gemeinsam mit Betroffenen Muskeln und Bewegungsabläufe. Neue wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Auch kranke Gelenke müssen bewegt werden, wenn es darum geht, sie lange zu erhalten.

Bewegung lindert Schmerzen

Die größte Hürde ist der erste Schritt – vor allem für Menschen, die bisher kaum Sport getrieben haben. Das neue Bewegungsprogramm „aktiv-hoch-r“ soll Betroffenen den Einstieg erleichtern. „Der innere Schweinehund meldet sich erst nach einer längeren Pause“, sagt Heike Drechsler. Die Hemmschwelle sinkt, wenn der Sport zu einem regelmäßigen Ereignis wird. Damit der erste Schritt gelingt, muss das Ziel klar sein. „Ich muss mir bewusst machen: Wenn ich weniger Schmerzen haben möchte, muss ich mich bewegen“, sagt die 52-jährige ehemalige Weltmeisterin.

Für den Anfang genügt schon eine halbe Stunde. Speziell bei Rheuma ist es wichtig, die Muskulatur aufzubauen, damit die Gelenke geschützt werden. Welche Übungen sinnvoll sind, hängt vom Stadium und der Art der Erkrankung ab, aber auch von den eigenen Vorlieben. „Der eine schwimmt lieber. Der andere fühlt sich mit Gymnastik wohler. Jeder muss herausfinden, was ihm am meisten Spaß macht“, so Heike Drechsler.

Mobil im Alltag

Viele Bewegungsarten lassen sich leicht in den Alltag einbetten. Laufen oder gehen kann man überall, auch in einer kurzen Pause. „Wichtig ist, dass Bewegung zu einer Selbstverständlichkeit wird. Bewegung ist die Antwort auf so vieles. Das Bewusstsein, dass wir sie brauchen, muss in den Köpfen ankommen“, sagt Heike Drechsler. Das müsse man sich immer wieder vergegenwärtigen – zum Beispiel, wenn man vor einer Rolltreppe steht.

Die Deutsche Rheumaliga informiert und berät Betroffene unabhängig und frei von kommerziellen Interessen, bietet praktische Hilfen und unterstützt Forschungsprojekte zu rheumatischen Erkrankungen.

 

Foto: Kirsten Kofahl/Deutsche Rheuma-Liga

Zuletzt geändert am 27. April 2017

Eingestellt am: 24. April 2017