Zu viel Stress? So klappt es mit der Entspannung

Angespannte Nerven brauchen Erholung

Foto: © MgD-Depot_F_Boxler

Stress wohin man schaut: Millionen Menschen in Deutschland stehen ständig unter Strom. Höchste Zeit, aktiv für Entspannung zu sorgen.

Unter starkem Stress leiden längst nicht mehr nur Manager oder Politiker. Sondern inzwischen eigentlich fast alle Menschen: Seien sie nun Pendler, berufstätige oder alleinerziehende Mütter und auch Väter, Freiberufler, Angestellte, Studenten – der Alltag verlangt uns allen oft ganz schön viel ab. Viele Termine im Job, Aktivitäten mit Familie und Freunden, dazu kommt hoher Leistungsdruck, ständige Erreichbarkeit und chronischer Zeitmangel. Bei diesen täglichen Herausforderungen stehen unsere Nerven ganz schön unter Strom!

Eine typische Folge der stressbedingten ständigen Anspannung sind Schmerzen im Nacken, die in den Kopf und die Arme ausstrahlen. Sie gelten als neue Volkskrankheit und sind häufiger Anlass für Arztbesuche. Zum einen steckt hinter den Beschwerden das sogenannte Halswirbelsäulensyndrom – Hauptursache sind Fehlhaltungen aufgrund stundenlanger Arbeit am Schreibtisch in ewig gleicher Position. Zum anderen resultieren die Nackenschmerzen aus einem Zeitgeist-Phänomen: Wir sind quasi rund um die Uhr erreichbar und haben das Handy fast ständig am Ohr – Resultat ist der sogenannte Handy-Nacken. Bei den meisten Menschen macht er sich durch Schmerzen in Nacken und Schulterpartie bemerkbar. Das alles schränkt die Beweglichkeit der Muskeln ein und geht sprichwörtlich auf die Nerven.

Zu viele Aufgaben für zu wenig Zeit

Besonders unter Stress leiden Frauen, die alles unter einen Hut bringen möchten: Job, Partnerschaft, Haushalt und Kinder sowie soziale Kontakte pflegen, Familienfeiern organisieren und sich um die eigenen Eltern kümmern. Da wird die To-do-Liste schnell unübersichtlich – und all diese Aufgaben sind eigentlich nicht zu schaffen.

Aber auch Pendler haben den Stress gepachtet. Viele Menschen müssen heute jeden Tag weite Wege zurücklegen: Laut einer Untersuchung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung brauchen 11 Millionen Pendler deutlich länger als eine halbe Stunde zur Arbeitsstelle. Oft verlängert sich diese Zeit noch durch überlastete Verkehrswege. Pendeln kann die Gesundheit stark beeinträchtigen – weil das Pendeln oft Stress bedeutet. Kommt die Bahn nicht pünktlich, steht man bei Wind und Wetter draußen. Oder man steht mit dem Auto im Stau. Und das immer mit Zeitdruck im Nacken. Kein Wunder, dass viele mit der „Pendler-Krankheit“ zu tun haben: ständige Anspannung, gesteigerte Nervosität und Muskelschmerzen in Nacken und Schulterpartie.

Schon die Studenten haben Stress

Unter Druck stehen inzwischen nicht nur Berufstätige, sondern schon die Studenten. Die Ursachen sind vielfältig: Hoher Lern- und Leistungsstress, dazu ein Nebenjob, Freizeitstress durch die sozialen Medien – und ein ausgefülltes Partyleben muss heute natürlich auch sein. So jung, so ambitioniert und schon mit einem extrem hohen Stresslevel unterwegs – das betrifft in der heutigen Zeit viele Studenten.

Laut einer aktuellen AOK-Studie fühlt sich jeder zweite Student in Deutschland überfordert. 91 Prozent empfinden den Zeitdruck als besonders nervenaufreibend, 63,6 Prozent klagen über nervöse Unruhe. Keine gute Grundlage, denn Leistungsdruck und die Angst vorm Versagen führen irgendwann dazu, dass die Nerven blank liegen. In dieser Lage gilt: Erst mal runterkommen – und aktiv etwas für die Gesundheit tun.

Entspannung beginnt im Kopf

Welche Anti-Stress-Möglichkeiten gibt es für alle, die wenig Zeit für aktive Entspannung haben? Ein wesentlicher Punkt ist die mentale Einstellung: Man sollte sich klar machen, dass – egal was wir tun – die Welt sich weiter dreht. Deshalb sollten wir uns bei aller Ernsthaftigkeit selbst nicht zu wichtig nehmen. Gut ist es, feste Auszeiten für Sport oder Entspannungsübungen zu planen – und auch am Schreibtisch regelmäßig Pausen einzulegen.

Ein guter Tipp ist außerdem, den Körper ausreichend mit wichtigen Vitalstoffen zu versorgen. Dazu zählen vor allem das „Anti-Stress-Mineral“ Magnesium sowie die Vitamine B1, B2, B6 und B12. Alle zusammen können zur Entspannung von Muskeln und Nerven beitragen.

Eingestellt am: 10. April 2019