Sicher eislaufen und Spaß haben
Eislaufen zählt zu den schönsten Aktivitäten im Winter. Kein Wunder, dass jetzt wieder viele Menschen ihre Schlittschuhe aus dem Keller holen. Auf der glatten Eisfläche kommt es aber auch schnell mal zu einem Sturz und Verletzungen. Mit unseren Tipps können Sie sicher eislaufen.
Ob draußen auf dem See oder drinnen in der Halle – wenn das Eis lockt, wollen alle schnell die Schlittschuhe schnüren und elegant über die spiegelglatte Fläche gleiten. Doch wie bei jedem Sport gilt auch in diesem Fall: Wer sicher eislaufen will, muss sich vorbereiten. Insbesondere Menschen, die eher selten auf Schlittschuhen stehen, sollten sich aufwärmen, bevor sie aufs Eis gehen.
Die zweite Regel lautet: Überfordern Sie sich nicht! Auch wenn es noch so viel Spaß macht, sich richtig auszupowern – schätzen Sie Ihre eigene Fitness ehrlich ein. Mit einem moderaten Start und regelmäßigen Pausen vermeiden Sie es, Ihre Gelenke, Bänder und Muskeln zu überlasten. Das ständige Balancieren, Bremsen und Drehen ist zwar ein gutes Training. Aber es sind eben für die meisten von uns ungewohnte Bewegungen. Deshalb sind auch ein paar Dehnübungen vor dem Schlittschuhlaufen sinnvoll.
Die passende Ausrüstung wählen
Um sicher eislaufen zu können, ist außerdem die richtige Ausrüstung wichtig. „Empfehlenswert ist wasserabweisende, wärmende Kleidung in mehreren Lagen nach dem sogenannten Zwiebelprinzip. So lassen sich einzelne Schichten flexibel anpassen und überschüssige Körperwärme beziehungsweise Feuchtigkeit optimal abtransportieren“, empfiehlt Solveig Haw, Ärztin und Gesundheitsexpertin der Krankenversicherung DKV.
Sinnvolle Ergänzungen sind Mütze, Schal und Handschuhe. Um bei einem Sturz den Kopf zu schützen, ist es insbesondere für untrainierte und unerfahrene Eisläufer*innen sinnvoll, einen Helm zu tragen. Für Anfänger*innen empfiehlt es sich, auf einer Eislaufbahn oder in der Halle die ersten Versuche zu wagen. Dies kann im Rahmen eines Kurses geschehen oder mit Eislauf-Lernhilfen wie Pinguin- oder Eisbärfiguren. Daran können sich die Novizen auf Kufen festhalten und langsam üben, das Gleichgewicht zu halten. Über den Helm hinaus können für Einsteiger*innen und Gelegenheits-Schlittschuhläufer*innen auch Knie- und Ellenbogenschoner empfehlenswert sein.
Erste Hilfe bei Stürzen und Unfällen
Wer beim Eislaufen stürzt, sollte ruhig bleiben und zunächst prüfen, ob ein sicheres Aufstehen alleine möglich ist. Als Zeuge oder Zeugin schauen Sie bitte, ob die gestürzte Person stabil steht oder ob es Anzeichen für Schmerzen oder Verletzungen gibt. „Gelingt das Aufstehen nicht problemlos, ist es sinnvoll, die betroffene Person vorsichtig von der Eisfläche zu begleiten und hier weiter zu versorgen“, rät Solveig Haw. Wärme, etwas zu trinken und das Begutachten der Verletzung sind die nächsten Schritte. Handelt es nicht nur um einen blauen Fleck, ist der Arztbesuch zu empfehlen.
Sicher eislaufen auf natürlichen Gewässern
Natureis ist besonders schön – am besten spiegelglatt. Das Betreten von Seen oder Kanälen bringt jedoch Gefahren mit sich. Wer hier sicher eislaufen möchte, sollte darauf achten, dass das möglichst klare, bläulich wirkende Eis über einen längeren Zeitraum hinweg bei Dauerfrost gewachsen ist. Anhand der normalen Risse im Natureis können Sie seine Dicke abschätzen – es sollten mindestens acht bis zehn Zentimeter sein. Am besten waren schon vor Ihnen Menschen auf der Eisfläche.
Grundsätzlich bleiben alle zugefrorenen Gewässer unberechenbar. Strömungen, Zu- und Abläufe, Brücken oder Stege führen zu einer ungleichmäßigen Eisbildung: Hier bewegen Sie sich unter Umständen trotz scheinbar geschlossener Fläche plötzlich auf sehr dünnem Eis. Betreten Sie natürliche Eisflächen deshalb nur dann, wenn sie von den städtischen Behörden freigegeben sind.
