Der Medicus 2: Die Leiden der Seele
Der Medicus ist zurück: 2013 kam der erste Teil des Historiendramas ins Kino, Weihnachten 2025 folgt die Fortsetzung. Darin will Medicus Rob Cole die rückständige Medizin im mittelalterlichen England revolutionieren. Doch schon bald wird er in die Intrigen am Königshaus verstrickt und muss kämpfen – um sein Leben und gegen eine für ihn völlig neue Herausforderung: das Leiden der Seele.
England im 11. Jahrhundert: Rob Cole kehrt aus dem persischen Isfahan nach London zurück. Hier will der Medicus sein im Morgenland erlerntes Wissen anwenden, um Kranke zu heilen. Aber bereits der Start in England verläuft für Cole dramatisch. Sein Schiff zerschellt an der Steilküste. Dabei stirbt seine Frau – nur ihr Baby und wenige Weggefährten überleben. Es dauert eine Zeit, bis der Medicus dieses lähmende Trauma überwunden hat.
Dann aber trägt seine Heilkunst reiche Früchte: Dank seines in Persien erlernten Wissens kann er viele Menschen in London heilen. So renkt er Schultern ein und rettet ein entzündetes Bein, das schon mit der Säge amputiert werden soll. Rasch arbeitet sich Cole nach oben bis in die höchsten Kreise. Der Medicus verhilft dem greisen König zu neuer Vitalität und rettet der Königin und ihrem Kind das Leben, indem er das Baby mittels Kaiserschnitt zur Welt bringt.
Tom Payne spielt wieder den Medicus
Den Leibärzten am königlichen Hof ist der neue Konkurrent ein Dorn im Auge. Sie wollen ihn möglichst schnell beseitigen. Schließlich hat der Medicus nur noch eine Chance: Er muss mit seiner Heilkunst den gerade tobenden Kampf zwischen Kelten und Angelsachsen befrieden. Dazu ist es allerdings nötig, eine kranke Seele zu heilen – ausgerechnet das aber hat er in Persien nicht gelernt.
"Der Medicus 2" fußt zwar nicht auf historisch belegten Ereignissen – die Filmgeschichte vom Medicus beruht auf einem Roman von Noah Gordon –, ist aber dennoch spannend und kurzweilig. In dem flott und aufwendig inszenierten Epos wirken bekannte Stars wie Emily Cox und Liam Cunningham mit. Die Hauptrolle konnte wie im ersten Teil mit Tom Payne besetzt werden.
Rasantes Ränkespiel am schroffen Ort
Nach einem Vergleich zwischen beiden Teilen befragt, sagt Regisseur Philipp Stölzl: "Natürlich sind die beiden Filme auch allein dadurch schon sehr verschieden, weil der erste Film nur zu Beginn in England spielt, dann aber die Reise nach Persien beschreibt, mit viel Licht und Sonne und Sand, der zweite nun aber ausschließlich das keltische England zum Schauplatz hat, im Mittelalter des elften Jahrhunderts ein durchaus ruppiger, schroffer Ort mit entsprechenden Landschaften."
