Der Handy-Knigge für die Erkältungssaison

So bleibt das Handy sauber, damit Erkältungsviren keine Chance haben

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Das Smartphone ist ein großer Keimträger. Deshalb ist es manchmal gesünder, es beiseite zu legen. In unserem Handy-Knigge verraten wir Ihnen, wie Sie das Smartphone sauber nutzen können.

Zwischen 60 und 90-mal täglich greifen die Menschen zu ihrem Handy: mal eben WhatsApp, Threema & Co checken, die brandaktuellen Nachrichten abrufen oder auf Facebook und Instagram einen Blick auf die neuesten Infos und Bilder werfen. Das Smartphone gehört zum Alltag und ist immer zur Hand. Doch durch das häufige Anfassen sammeln sich auf dem Display mehr Keime als auf so mancher Toilette: Laut einer Studie ist jedes sechste Mobiltelefon sogar mit Fäkalkeimen verunreinigt. Daher ist gerade für Handy-Fans Händewaschen und Smartphone putzen ein Muss, um den grassierenden Viren nicht selbst noch zusätzlich Vorschub zu leisten.

Keimschleuder Smartphone

Warum sind Smartphones mitunter keimbelasteter als eine Toilettenbrille sein? Weil sie ständig genutzt werden. Jede noch so kurze Wartezeit überbrücken wir mit mobilen Geräten. Ständig wird gewischt, getippt, gescrollt und gezoomt. Dabei machen wir uns aber meist nicht bewusst, dass alles, was wir anfassen, automatisch auch auf dem Display landet. Zu selten werden die geliebten Geräte geputzt und die Hände vor der Smartphone-Nutzung gereinigt. Diese Handy-Knigge-Tipps machen die Smartphone-Nutzung sauberer:

Das Smartphone sauber nutzen

  • Beim Essen sollte das Handy in Hand- und Hosentasche bleiben, denn kommen Speisereste oder Fette von den Händen auf das Display, wird es praktisch zum „Nährboden“ und die Keime wachsen besonders gut auf der Oberfläche.
  • Das Smartphone solle im Bad tabu sein – aus Krankenhaustoiletten können sogar resistente Keime verschleppt werden.
  • Wer auf dem Weg zur Arbeit in öffentlichen Verkehrsmitteln erst den Haltegriff und dann das Handy anfasst, sollte im Büro das Display mit einem Mikrofasertuch und alkoholfreien Hygienespray reinigen.
  • Für die Reinigung zwischendurch reicht ein trockenes Mikrofasertuch. Damit können schon 80 Prozent der Display-Keime entfernt werden.
  • Displayschutz ist auch Keimschutz: auf einer Displayfolie halten sich die Keime schlechter.
  • Kratzer sind nicht nur unschön, sondern auch Versteck für Viren, Bakterien und Pilzsporen.

Das A und O: Händewaschen

Der wichtigste Alltagstipp, damit wir uns die Erkältung buchstäblich „vom Hals“ halten können, ist das regelmäßige und ausgiebige Händewachen. Am besten 20 bis 30 Sekunden mit Seife, denn dann lässt sich die Keimzahl an den Händen auf ein Tausendstel reduzieren. Wer es richtig machen möchte, achtet darauf, dass nicht nur die Handflächen geputzt werden, sondern auch die Fingerzwischenräume, Daumen, Handrücken und die Fingerspitzen ordentlich eingeseift werden. Danach wird die Seife gut abgespült. Auch das Abtrocknen ist wichtig, denn bleiben die Hände feucht, können die verbliebenen Keime schneller wieder wachsen.

Händewaschen ist angesagt…

  • wenn wir nach Hause kommen
  • wenn wir Tür- und Haltegriffe angefasst haben
  • nach dem Toilettengang
  • wenn wir den Kids beim Toilettengang geholfen haben
  • nach jedem Husten oder Niesen
  • wenn wir den Abfall aus der Wohnung getragen haben
  • bei Kontakt zu Tieren oder Tiernahrung
  • vor Mahlzeiten
  • vor, bei und nach der Zubereitung von Speisen
  • beim Kontakt mit Kranken
  • vor und nach der Wundbehandlung

 

 

 

 

 

 

Eingestellt am: 3. Dezember 2019