Auch kleine Wunden sollten gut versorgt werden

Kleine Wunden richtig versrogen.
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Schnittwunden am Finger, Schürfwunden am Knie und Platzwunden am Kopf zählen zu den häufigsten Verletzungen. Auch kleine Wunden können sich leicht infizieren und sollten deshalb gut versorgt werden.

Verletzungen bei der Haus- und Gartenarbeit, beim Sport oder beim Herumtoben und Spielen können schnell passieren. Kleine Wunden gehören mit Abstand zu den häufigsten Missgeschicken. Da ist die Kompetenz in der Familie besonders gefragt – sind Eltern und Großeltern, Ehefrauen und Lebensgefährten doch die wichtigsten Kümmerer.

Geht es um die Versorgung kleinerer Wunden, sind noch zahlreiche Mythen in den Köpfen der Menschen verankert. Das führt häufig zu einer mangelhaften Versorgung dieser oft schmerzhaften Verletzungen. Doch auch kleine Wunden können sich schnell infizieren, der wichtige Schutz vor Wundinfektionen wird aber oft vernachlässigt. Lesen Sie hier einige Fakten zu den häufigsten Irrtümern.

Mythos Nummer 1: Zur Wundreinigung ist Alkohol gut geeignet

Das ist leider ein immer noch weit verbreiteter Irrtum, der vor allem bei Kindern schnell zu Tränen führen kann. Alkohol ist aus mehreren Gründen die falsche Wahl zur Reinigung einer Verletzung: Er brennt bei der Anwendung, was ihn insbesondere zur Behandlung von Kindern und Menschen mit sensibler Haut untauglich macht.

Alkohol gilt zudem als ungeeignet für das grundsätzlich empfindliche Wundgewebe. Er kann selbst gesundes Hautgewebe schädigen, daher ist sein Einsatz kontraproduktiv. Deshalb empfehlen Experten alkoholfreie Produkte zur schmerzfreien Wundreinigung.

Mythos Nummer 2: Wundheilung erfolgt am besten an der Luft

Ganz im Gegenteil: Akute Wunden brauchen Schutz vor Schmutz und Bakterien. Mit einem geeigneten Pflaster schützen Sie die vorher gereinigte Wunde und beugen so Komplikationen wie bakteriellen Infektionen oder äußeren Einflüssen vor. Die Heilung der meisten Verletzungen läuft deutlich besser und ohne Komplikationen ab, wenn sie bis zur vollständigen Ausheilung mit einem Pflaster geschützt sind.

Mythos Nummer 3: Kleine Wunden müssen nicht desinfiziert werden

Leider irren auch hier viele von uns. Für Bakterien kann selbst der kleinste Nadelstich eine riesige Eintrittsöffnung in unseren Körper darstellen. Daher gilt: Am besten jede Wunde, sei sie auch noch so klein, sorgsam behandeln, um Wundinfektionen zu vermeiden. Während die klinische Versorgung schwerer und chronisch entzündeter Wunden in die Hände von Profis gehört, ist bei Alltagsverletzungen wie Kratzern, Schürfwunden oder leichten Verbrennungen Eigenverantwortung gefragt.

Auch im häuslichen Bereich ist eine wirksame Wunddesinfektion möglich – zum Beispiel durch die Anwendung einer Salbe mit dem Wirkstoff PVP-Iod. Der PVP-Iod-Komplex setzt elementares Iod frei, das aufgrund seiner starken oxidativen Kraft Mikroorganismen wie Bakterien sowie auch zahlreiche Viren und Pilze zerstört. Bei kleineren Alltagsverletzungen kann die Desinfektion alternativ auch mit einem praktischen Wunddesinfektionsspray erfolgen. Ein solches Spray (zum Beispiel mit dem Wirkstoff Octenidin) wird einfach nach der Wundreinigung aufgesprüht.