SOS-Tipps bei Wadenkrämpfen

Etwa 40 Prozent der Erwachsenen leiden unter Wadenkrämpfen, die meist nachts auftreten und die Betroffenen aus dem Schlaf reißen. Unsere Tipps sorgen für schnelle Hilfe im Akutfall.

Straßenstoppschild auf dem SOS steht.

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SOS-Tipp 1: Bewegung entlastet

Meist treten die Wadenkrämpfe in der Nacht auf. Um den Schmerz rasch loszuwerden ist es am besten, aufzustehen und im Raum umherzugehen. Oder aber im Liegen das Bein ganz auszustrecken und mit den Händen die Zehen in Richtung Oberkörper zu ziehen.

SOS-Tipp 2: Wärme lockert

Bei Wadenkrämpfen verhärtet sich der Muskel plötzlich und ohne Vorwarnung. Die Attacke hält meist einige Zeit an, bevor sich die Muskulatur wieder lockert und der Schmerz nachlässt. Wärme kann diesen Prozess jedoch beschleunigen: Brausen Sie die Wade mit heißem Wasser ab, legen Sie eine Wärmflasche oder ein erwärmtes Körnerkissen darauf. Wärme wirkt entspannend und regt die Durchblutung an.

SOS-Tipp 3: Massieren tut gut

Nächtliche Wadenkrämpfe sind weit verbreitet: Die Betroffenen fahren aus dem Schlaf hoch und fassen sich an die Wade, die sich schmerzhaft verhärtet hat. Eine Massage bessert die Symptome häufig. Bearbeiten Sie den Muskel dazu mit leichtem Druck. Dadurch regen Sie die Durchblutung an und lockern das Gewebe.

SOS-Tipp 4: Druck ausüben

Bei Wadenkrämpfen wollen die Betroffenen nur eines – dass der Schmerz schnell nachlässt. So können Sie die Attacke vertreiben: Drücken Sie mit dem Daumen fest in den Punkt, von dem die Verhärtung ausgeht. Zehn Sekunden lang halten, dann locker lassen. Wiederholen Sie dies so oft, bis sich der Muskel entspannt hat.

SOS-Tipp 5: Magnesiumspeicher auffüllen

Ursache für die schmerzhaften Attacken kann eine unzureichende Versorgung mit Magnesium sein: Ein Magnesiummangel erhöht die Erregbarkeit von Nerven und Muskeln. Um ein Magnesiumdefizit auszugleichen, sollte man den Mineralstoff mindestens vier Wochen lang hoch dosiert einnehmen.

Eingestellt am: 27. April 2016