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Magazin - Wissenschaft
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Studie aus Österreich zeigt: Frühgeburtenrate könnte halbiert werden
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 |  | © Supress |
Durch optimierte Vorsorge-Untersuchungen könnte die Frühgeburtenrate in Deutschland von jetzt jährlich rund 50.000 auf ca. 25.000 Säuglinge reduziert werden. Für die betroffenen Babys ein unschätzbarer Vorteil, da eine Frühgeburt zu lebenslangen körperlichen wie auch geistigen Nachteilen führen kann.
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Zusätzliche Vaginalabstriche
Prof. Herbert Kiss (Universitätsklinik für Frauenheilkunde in Wien) hat in einer Studie mit 4.000 Schwangeren bewiesen, dass eine zusätzliche Analyse des Vaginalabstrichs durch ein mikrobiologisches Speziallabor während der zweiten Mutter-Kind-Pass-Untersuchung (16. bis 20. Schwangerschaftswoche) zur Halbierung der Frühgeburtenrate führt. Der Grund: Scheideninfektionen, der häufigste Grund für Frühgeburten, können durch die mikrobiologische Analyse schon in einem sehr frühen Stadium diagnostiziert und dann entsprechend behandelt werden. Diese zuverlässige Früherkennung ist mit den herkömmlichen Vorsorge-Untersuchungen - mikroskopische Untersuchung beim Arzt sowie Bestimmung des pH-Werts – nicht gewährleistet. Auch der pH-Messhandschuh, den Schwangere von ihrem Gynäkologen erhalten, ist kein Garant dafür, dass Scheideninfektionen rechtzeitig erkannt werden. „Das Problem ist: Schwangere werden erst aktiv, wenn der pH-Wert nicht im Normbereich liegt. Untersuchungen unseres Instituts haben jedoch gezeigt, dass auch bei einem normalen pH-Wert böse Bakterien vorliegen können“, erläutert der Biologe Dr. Andreas Schwiertz vom Institut für Mikroökologie (Herborn).
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Speziallabors auch in Deutschland
Die zusätzliche mikrobiologische Bestimmung des Vaginalstatus durch Speziallabors, die Prof. Kiss in der Studie mit Erfolg genutzt hat, kann auch in Deutschland in Anspruch genommen werden. Die Kosten werden von den Krankenkassen bislang jedoch nur bei Verdachtsmomenten auf Infektionen übernommen. Schwangere, die auf Nummer sicher gehen wollen, können ihren Gynäkologen aber bitten, dass er unabhängig von Verdachtsmomenten ihren Vaginalabstrich zu einem Speziallabor schickt. Sie müssen dann die Kosten in Höhe von ca. 75 Euro privat bezahlen. Weitere Informationen gibt es unter der Beratungs-Servicenummer 0 27 72/58 25 97 (Di./Mi./Do. 8:30-12:30 Uhr; Mi. 15:30-18:00 Uhr).
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(27.03.2006)
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