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Richtig schlafen will gelernt sein

Richtig schlafen will gelernt sein
© Kaspar Müller-Bringmann
Der Blick auf die Uhr wird mit einem Kopfschütteln begleitet. Wieder ist eine Stunde herum. Bald graut schon der Morgen, ohne ein Auge zu gemacht zu haben.

Jeder vierte Deutsche leidet gelegentlich oder häufig unter Schlafstörungen. Und es gibt eine Zeit, da steigt diese Zahl sogar noch. Im Sommer klagen viele über die Hitze, die auch abends das Thermometer im Schlafzimmer ansteigen lässt. Damit Schlafsuchende wieder Ruhe finden, geben die Apotheker in Nordrhein Tipps für eine erholsame Nacht.

Tipps gegen Schlafstörungen

„Für viele Menschen geht der Stress des Tages weiter, wenn sie abends zu Bett gehen. Sie wälzen sich herum und zählen die Stunden, die ihnen noch bis zum Auf­stehen bleiben", berichtet Werner Heuking, Pressesprecher der Apotheker in Nordrhein. Bei unan­genehmen Temperaturen im Sommer verstärken sich die Einschlafprobleme. Seine Empfehlung: „Wenn man länger als 20 Minuten nicht einschlafen kann und un­ruhig wird, sollte man lieber aufstehen und das Bett verlassen. Eine gute Möglichkeit zu entspannen ist zum Beispiel, außerhalb des Schlafzimmers im Dunkeln Mu­sik zu hören."

Es sollte in der Nacht auch nicht ständig auf die Uhr geschaut werden. Denn ansonsten werde der Druck, endlich einzuschlafen, noch größer. Außerdem sei nicht die Dauer des Schlafes entscheidend, sondern die Qua­lität. Werner Heuking: „Lieber kurz und gut schlafen als lange wach liegen." Es sei ein weit verbreiteter My­thos, dass der Mensch mindestens acht Stunden Schlaf brauche, um erholt zu sein. „Das Schlafbedürf­nis ist individuell verschieden. Es gibt gesunde Kurz­zeitschläfer, die mit ein paar Stunden pro Nacht auskommen. Andere brauchen mehr, um am nächsten Tag fit zu sein", so der Apotheker.

Regeln für einen erholsamen Schlaf

Zu den häufigsten Ursachen für Schlafstörungen zählen Stress und seelische Belastungen. Wenn man einige Regeln beachtet, steht einem erholsamen Schlaf aber nichts im Wege: Hierzu gehören neben der Schaffung optimaler Schlafbedingungen - bequemes Bett, kühle Umgebung (18 Grad), Licht- und Lärmschutz - auch der Verzicht auf schwer verdauliche Speisen und koffein­haltige Getränke am späten Abend. Empfehlenswert ist es, einen regelmäßigen Schlafrhythmus mit festen Zubettgeh- und Aufstehzeiten zu entwickeln. Dabei sollte man vor dem Einschlafen im Schlafzimmer zum Beispiel nicht fernsehen.

„Bei leichten Schlafproblemen helfen auch pflanzliche Mittel wie zum Beispiel Baldrian, Hopfen und Melisse, aber auch Entspannungsübungen oder ein Lavendel­-Bad", sagt Heuking. Wenn die Schlafstörungen aller­dings länger andauern und die Tagesaktivität beein­trächtigen, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht wer­den.

Weitere Informationen auch im Internet unter:

www.dgsm.de (Deutsche Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung) oder www.schlafmedizin.de

(29.08.2005)

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