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Magazin - Wissenschaft

Tipps für Eltern im Schul-Stress

Tipps für Eltern im Schul-Stress
© Initiative
Mit dem Schulalltag beginnt für manche Kinder eine schwierige Zeit: Schule und Lernen bedeuten für sie vor allem Stress und Frustration. Die Eltern erleben, wie ihre Kinder mit den Anforderungen der Schule nicht klar kommen, trotz intensiver Betreuung. Nicht selten steckt hinter diesen Problemen eine psychiatrische Störung.

Denn statistisch gesehen sitzen in jeder Schulklasse ein bis zwei Kinder mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Sie ist die häufigste psychiatrische Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen. ADHS fordert auch den Eltern viel Geduld, Einfühlungsvermögen und Standhaftigkeit ab. Neben verschiedenen Therapieansätzen gibt es auch praxiserprobte und einfache Hilfen, mit denen Eltern den ADHS-Alltag besser bewältigen können. Tipps dazu gibt es auf der Internetseite www.mehr-vom-tag.de.

Lernen mit ADHS umzugehen

„Die Familien erleben oft Höhen und Tiefen in rasantem Wechsel. An machen Tagen läuft alles gut, an anderen scheint es überhaupt nicht zu klappen und die Nerven der Eltern liegen blank. Aber Eltern können lernen, sich besser auf die Besonderheiten von ADHS-Kindern einzustellen", erklärt die Kinderärztin und Psychotherapeutin Dr. Elisabeth Aust-Claus aus Wiesbaden. Dabei kann auch das Internet helfen. So gibt es auf der Internetseite www.mehr-vom-tag.de fundierte Informationen über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten des Störungsbilds ADHS. Darüber hinaus bietet die Seite Belohnungs- und Lernpläne zum Herunterladen sowie eine 1x1-Rechenscheibe als Lernhilfe zum Bestellen.

Was ist ADHS?

ADHS ist die Abkürzung für Aufmerksamkeitsdefizit­Hyperaktivitätsstörung, die häufigste psychiatrische Störung im Kindes- und Jugendalter. Die Auswirkungen der Gehirnstoffwechselstörung auf den Schulalltag sind dramatisch: Neben Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen häufen sich die Schwierigkeiten mit Gleichaltrigen. Zu den Folgen gehören schlechte Noten trotz normaler Intelligenz und eine ADHS-typische „negative Schulkarriere". Über 30 Prozent wiederholen die Schulklasse, 56 Prozent benötigen Nachhilfeunterricht. 35 Prozent dieser Kinder verlassen die Schule vorzeitig ohne Schulabschluss  mit kaum abschätzbaren Konsequenzen für ihr weiteres Leben.

Eine Therapie kann helfen

Medikamente, oft in Verbindung mit Psychotherapie, können den Betroffenen helfen, ihr Verhalten besser zu steuern. Weil die Kinder den ganzen Tag mit der Erkrankung zurecht kommen müssen, empfehlen Experten heute eine medikamentöse Ganztagestherapie mit dem bewährten Wirkstoff Methylphenidat. Dabei ist eine möglichst gleich bleibende Wirkung anzustreben, unabhängig von den Frühstücksgewohnheiten des Kindes. So erhält das Kind die Chance, sich seinem Alter gemäß zu entwickeln und bleibt auch in der Schule nicht hinter seinen Fähigkeiten zurück.

(15.08.2005)

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