|
|
Magazin - Wissenschaft
|
Photodynamische Therapie behandelt effizient den hellen Hautkrebs und seine Vorstufen
|
 |  | © Galderma Laboratorium GmbH, Düsseldorf |
Die Photodynamische Therapie (PDT) mit Metvix® und Aktilite® als innovatives minimal-invasives Therapieverfahren entwickelt sich immer mehr zum Standardverfahren in der Behandlung von Aktinischen Keratosen und Basalzellkarzinomen.
|
|
Über die aktuelle Studienlage zur PDT und die Möglichkeiten, dieses Verfahren attraktivitätssteigernd in der Praxis einzusetzen, informierten erfahrene Anwender auf einem Symposium des Unternehmens Galderma während der 43. Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft in Dresden. Wie Dr. Roland Aschoff von der Klinik und Poliklinik für Dermatologie in Dresden ausführte, erfordert die jährlich wachsende Zahl von Hauttumoren die Entwicklung neuer und zugleich effektiver Therapiemethoden. Die PDT mit Metvix® und Aktilite® als minimal-invasives Verfahren ist seit einiger Zeit auf dem Wege, sich als Standardverfahren zu etablieren. Indiziert ist Metvix®-PDT bei Aktinischen Keratosen (nicht pigmentiert und nicht hyperkeratotisch) im Gesichtsbereich und auf der Kopfhaut. „Eine weitere Indikation sind oberflächliche und/oder noduläre Basalzellkarzinome", sagte Aschoff. Darüber hinaus ist eine Zulassungserweiterung für die Behandlung des Morbus Bowen geplant.
|
Überzeugende Studienergebnisse
Die Erfolge der Metvix®-PDT sind mittlerweile durch die Ergebnisse zahlreicher klinischer Studien gut dokumentiert. Wie Aschoff weiter ausführte, liege die Ansprechrate der Therapie bei Aktinischen Keratosen (AK) nach zwei Behandlungen im Abstand von sieben Tagen bei etwa 90 Prozent. Auch beim Basalzellkarzinom (BCC) spielt das neue Verfahren seine Stärken aus. Verglichen mit der chirurgischen Exzision, bei der es in 98 Prozent der Fälle zu einer kompletten Remission gekommen war, führte die PDT in immerhin 91 Prozent zu einer kompletten Remission. Der Erfolg der Metvix®-PDT basiert dabei auf der Aktivierung von Photosensibilisatoren in neoplastischem Gewebe durch Licht in Anwesenheit von Sauerstoff. Der dabei entstehende zytotoxische Singulettsauerstoff führt zu einer gezielten Tumordestruktion. „Diese hohen Abheilungsraten bei AK und BCC sind vor allem auf die hohe Selektivität des Verfahrens zurückzuführen", erklärte Aschoff. Wie die Erfahrung zeigt, kann die Effektivität des Verfahrens durch Training und Schulung noch weiter gesteigert werden. Für Aschoff ist die Metvix®-PDT vor allem in kosmetisch sensiblen Bereichen des Kopfes eine Alternative zur Operation. Entscheidende Vorteile sieht er außerdem im Vergleich zu Behandlungen mit stationärem Aufenthalt und bei Diabetes- und Marcumarpatienten. Die Metvix®-PDT sei auch gegenüber Eigenbehandlungen mit Cremes ohne Belichtung und zeitnaher Kontrolle durch den Arzt vorzuziehen, da hier die präzise Anwendung und kompetente Therapiebegleitung in den Händen geschulter Dermatologen ein hohes Maß an Effizienz und Sicherheit schaffe.
|
Attraktive Leistungserweiterung für jede Praxis
Die Entscheidung, sich näher mit der PDT zu befassen und dieses Verfahren in der Praxis anzubieten, sollte gut vorbereitet und durchdacht werden. Denn hiermit ist eine nicht unerhebliche Investition verknüpft. Diese Investition trägt sich aber bereits bei einer Zahl von vier behandelten Patienten pro Monat. „Wenn Sie ,Ja' zur PDT sagen, dann tun Sie es konsequent", betonte Dr. Bernd Richter, niedergelassener Dermatologe aus Bad Liebenwerda. Dieses innovative Verfahren als Nischenmethode für besondere Fälle anzubieten, mache keinen Sinn. Richter erläuterte in seinem Vortrag, welche Maßnahmen er ergriffen hat, um die Metvix®-PDT in seiner Praxis bekannt zu machen. „Ein gutes Praxismarketing ist entscheidend", so der Dermatologe. Zu Beginn wurde das Praxispersonal geschult und ein Informationsseminar für interessierte Patienten veranstaltet. Eine solche Veranstaltung eignet sich in idealer Form dazu, mit den in Frage kommenden Patienten über die Vorteile der Metvix®-PDT zu diskutieren: - unkomplizierte ambulante Anwendung
- praktisch narbenfreie Abheilung
- kosmetisch ausgezeichnetes Ergebnis
- hohe Wirksamkeit
Praktisch geht Richter so vor, dass die Patienten vor Beginn der Sprechstunde einbestellt werden. Dann muss man das zu behandelnde Areal vorbereiten, also eventuell von Hyperkeratosen und Verkrustungen befreien. Anschließend wird die MAOP-Creme (Metvix®) aufgetragen und das gesamte Areal mit einem Folienverband lichtundurchlässig abgedeckt. Nach drei Stunden - in denen die Patienten entweder nach Hause oder an den Arbeitsplatz gehen können - wird das betroffene Areal dann mit rotem Kaltlicht (Aktilite®) belichtet. „Wichtig ist, dass während der acht- bis zehnminütigen Belichtungszeit ständig eine Helferin zugegen ist, die den Patienten beruhigen und gegebenenfalls ablenken kann", betonte Richter. Seine Patienten jedenfalls hat er mit seiner Vorgehensweise und den Resultaten überzeugt: Von 149 behandelten Patienten waren 145 sehr zufrieden mit dem Behandlungserfolg. Auch Richter betonte in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit des kontinuierlichen Trainings, um so die Effektivität der Metvix®-PDT in der Praxis noch weiter zu steigern.
|
Fazit
Die Metvix°-PDT kann mittlerweile als etabliertes Therapieverfahren zur Behandlung von Aktinischen Keratosen und Basalzellkarzinomen angesehen werden. Die Effektivität ist durch gut kontrollierte klinische Studien überzeugend belegt. Die Tatsache, dass es sich um ein nicht-invasives Verfahren handelt, macht diese Methode besonders attraktiv. Dermatologen, die mindestens vier Patienten monatlich behandeln, profitieren wirtschaftlich von einer Investition in die Speziallampe. Langfristig gesehen steigt die Attraktivität der Praxis - nicht zuletzt durch den Kompetenzvorsprung des Dermatologen und die hohe Patientenzufriedenheit. Die Patienten profitieren von einer innovativen Behandlungsmethode, durch die - bei kosmetisch sehr guten Resultaten - Aktinische Keratosen und Basalzellkarzinome selektiv therapiert werden können. - Informationen über Fortbildungsveranstaltungen zur PDT erhalten Sie im Internet auf der Seite www.galderma.de
|
|
(15.06.2005)
|
| Startseite Vorherige
Seite Impressum |
|
|