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Magazin - Wissenschaft

Neue Diagnose-Möglichkeiten für Dicke

Neue Diagnose-Möglichkeiten für Dicke
© Siemens AG
Immer mehr Menschen leiden unter Übergewicht. Schon heute sind in Deutsch­land rund die Hälfte aller Erwachsenen zu dick. Darauf muss sich auch die Me­dizin einstellen. So hat Siemens jetzt einen speziellen Magnetresonanz-Tomographen (MR) für Dicke entwickelt.

Bei dem Gerät ist die Röhre nicht nur viel kürzer als bei herkömmlichen MRs, mit 70 Zentimetern weist sie auch einen deutlich größeren Durchmesser auf. Außerdem verfügt das „Magnetom Espree" genannte Gerät über ein besonders starkes Magnet­feld. Das wird benötigt, um das Fettgewebe übergewichtiger Menschen zu durchdringen.

Darstellung der Gefäße und Gelenke

Gerade dicke Menschen leiden besonders häufig unter Herz-Kreislauf-, Gefäß- oder Gelenkserkrankungen. Zur Diagnose dieser Krankheiten wird immer häufiger der oh­ne Röntgenstrahlen nur mit einem Magnetfeld arbeitende MR-Tomograph eingesetzt. Mit ihm können die Ärzte Gefäße darstellen und sehen, ob Verengungen oder Ver­schlüsse vorhanden sind. Sie können die Gelenke mit ihren Bändern, Gelenksflächen und Sehnen analysieren, ohne dass der Patient belastet wird. Selbst ein virtuel­ler Flug durch den Darm oder Aufnahmen des schlagenden Herzens sind heute problemlos möglich.

Fortschrittliche Technik

Für Dicke kam diese fortschrittliche Diagnose-Technik bisher oftmals nicht in Frage. Sie passten einfach nicht in die Röhre. Und die C-förmigen, offenen Geräte stellten gerade für diese Patienten oftmals auch keine Alternative dar, weil sie zu schwach sind, um das Fettgewebe zu durchdringen. Darum hat Siemens jetzt mit dem „Magnetom Espree" den weltweit ersten Magnetresonanz-Tomographen speziell für übergewichtige Patienten entwickelt. Er verfügt über genügend Leistung bei gleichzeitig großer Tunnelöffnung. Mit 70 Zentimetern Durchmesser ist diese immerhin zehn Zentimeter größer als bei herkömmlichen Ge­räten. Und weil der „Magnetom Espree" nur 1 Meter 25 tief ist (1,6 bis 1,7 Meter bei herkömmlichen Geräten), kann bei den meisten Untersuchungen sogar der Kopf des Patienten außerhalb des Gerätes bleiben. Das kommt all denjenigen zu Gute, die unter Klaustrophobie leiden.

 

  • Näheres erfahren Interessenten auch unter der kostenlosen Siemens Info-Hotline 0800-007 4000

(09.06.2005)

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