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Magazin - Wissenschaft
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Wie verträglich sind Kronen und Brücken?
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Nahezu jeder Deutsche über 30 hat sie: Kronen und Brücken. Sie sind in aller Munde - sei es aus Keramik, Metall oder Kunststoff. Eines steht außer Frage: Jedes dieser Materialien ist eine körperfremde Substanz und kann somit Abwehrreaktionen hervorrufen. Das Risiko lässt sich mit neuen, metallfreien Kronen und Brücken aus der Keramik Zirkonoxid erheblich reduzieren.
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„Mit jeder Form von zahnmedizinischem Fremdmaterial bewegen wir uns im Restrisiko-Bereich. Eine Risikofreiheit erreichen wir nur mit körperidentischem Material. Aber wir können das Risiko zum Beispiel mit vollkeramischen Kronen und Brücken aus Zirkonoxid erheblich reduzieren", so Dr. Kurt Müller, niedergelassener Dermatologe und Umweltmediziner aus Isny. Dr. Wolfgang Koch, Zahnarzt aus Herne und Vorstandsmitglied der Internationalen Gesellschaft für Ganzheitliche Zahn-Medizin (GZM), ist überzeugt: „Wenn wir metallfreie, keramische Materialien wie Zirkonoxid nehmen, können wir das Patienten-Restrisiko gegen Null tendieren lassen."
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Metalle im Munde - wie harmlos sind sie wirklich?
90 Prozent des Zahnersatzes - so schätzt man - haben einen Metallanteil. Unumstritten ist: Alle Metalle beeinflussen in irgendeiner Form den Organismus. „Biokompatible Metalle gibt es nicht", erklärt der Berliner Zahnarzt Axel T. Meier. Begriffe wie „Biolegierung" oder „Biometall" suggerieren nach Ansicht des Umweltmediziners Dr. Müller dem Verbraucher fälschlicherweise Risikoarmut. Denn unter Umständen reagiert das Immunsystem nach jahrelanger Akzeptanz auf die ständige Konfrontation mit den Metallen.
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Auch Kunststoffe bergen Risiken
Zahnersatz aus Kunststoff kann laut Prof. Georg Meyer, Direktor des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Ernst Moritz Arndt Universität Greifswald, ebenfalls einen Entzündungsreiz hervorrufen. „Das hohe allergisierende Potenzial von Kunststoffen trifft Zahnärzte, Zahntechniker und Patienten gleichermaßen." Hinzu kommt: Zahnersatz aus Kunststoff kann Weichmacher - so genannte Phthalate - enthalten. „Wir haben 250.000 Tonnen Phthalatverbrauch pro Jahr in Deutschland mit wahrscheinlich erheblicher Hormonwirkung auf junge Leute", warnt Dr. Müller.
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Biokompatibler Zahnersatz der Zukunft
In Zukunft wird der Anteil an Zirkonoxid deutlich zunehmen. „In zehn Jahren möchte gewiss niemand mehr einen 'lonenspender' im Mund haben", lautet die Prognose von Axel T. Meier. Mit den in der Zahnmedizin verwendeten hochfesten Keramik-Gerüsten lassen sich bislang Kronen für einzelne Zähne und sogar weitspannige Brücken im Front- und Seitenzahnbereich herstellen.
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(03.12.2003)
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