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Magazin - Wissenschaft
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Darmkrebs: Vorsorge-Untersuchungen ohne Spiegelung
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 |  | © Siemens AG |
Weil Darmkrebs in der westlichen Welt zu den häufigsten Erkrankungen mit hoher Sterblichkeit zählt, sollten Vorsorge-Untersuchungen spätestens ab dem 50. Lebensjahr regelmäßig durchgeführt werden. Das wissen heute auch viele Deutsche, wenn da nur nicht die Angst vor der bisher üblichen Darmspiegelung wäre.
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Schon bald soll es - zumindest wenn es nach den Siemens-Entwicklern geht - eine sanfte Alternative geben: Die Früherkennung von Darmtumoren mit Hilfe einer Untersuchung im Magnetresonanz-Tomographen (MRT) - schnell, patientenschonend und ohne Strahlenbelastung.
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Dreidimensionale, virtuelle Ansicht
Bei der Untersuchung wird der Patient in die bekannte „Röhre“ geschoben und dort mit dem Magnetresonanz-Verfahren ohne Strahlenbelastung durchleuchtet. Die benötigten Darmaufnahmen können in einer einzigen Untersuchung erstellt werden, die nur 22 Sekunden dauert. Auf dem Bildschirm kann sich der Arzt anschließend virtuell den gesamten Darm dreidimensional anschauen und sogar verengte Darmabschnitte und Darmfalten überprüfen. Schon nach weniger als einer halben Stunde steht das Resultat fest.
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Kostenübernahme ist noch unsicher
Das neue Verfahren trägt den Namen „virtuelle MRT-Kolonoskopie“ und kann mit den aktuellen Siemens MRT-Systemen durchgeführt werden. Sie müssen dazu nur mit einer neu entwickelten Software aktualisiert werden. Die amerikanische Gesundheitsbehörde „Food and Drug Administration“ (FDA) hat dem neuen Verfahren bereits die Zulassung erteilt. Bis zur Einführung in Deutschland soll es nun auch nicht mehr allzu lange dauern. Ob die Kosten für dieses innovative Verfahren (voraussichtlich ab 300 Euro) von den Krankenkassen in Deutschland übernommen werden, ist noch offen.
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(06.08.2003)
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