Tipps für einen erholsamen Schlaf

Gut schlafen und in den Tag starten

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Schlafmangel wirkt sich körperlich und psychisch aus: Nervosität, schlechte Laune und innere Unruhe können die Folgen sein. Schlaflosigkeit wird sogar für Depressionen, Angstzustände, hohen Blutdruck und ein geschwächtes Immunsystem verantwortlich gemacht.

Schlafforscher unterscheiden über 80 verschiedene Schlafstörungen. In vielen Fällen führen seelische Belastungen zu schlechtem Schlaf oder durchwachten Nächten. Experten raten: Wer mehrere Wochen lang häufiger als dreimal wöchentlich nicht schlafen kann, sollte einen Arzt aufsuchen. Der klärt, ob organische Ursachen (z. B. Atemstörungen, Diabetes) oder andere Gründe (z. B. Lärm, Schichtarbeit) hinter der Schlaflosigkeit stecken.

Bleiben Sie gelassen

Unsere Tipps helfen Ihnen, besser zu schlafen und Schlaflosigkeit zu vermeiden:

Leichte Kost am Abend: Essen Sie abends leicht und kohlenhydratreich. Milch, Eier, Käse, Bananen, Reis und Nudeln eignen sich gut als Betthupferl. Diese Nahrungsmittel enthalten eine Vorstufe (L-Tryptophan) des schlaffördernden Botenstoffs Serotonin. Rohkost, Fleisch und Wurst halten eher wach. Alkohol ist nicht zu empfehlen. Man schläft zwar besser ein, der Schlaf hingegen bleibt flach.

Gut aufs Schlafen vorbereiten: Programmieren Sie Ihr Innenleben auf Schlafen, indem Sie vor dem Einschlafen bestimmte Rituale pflegen: nehmen Sie ein warmes Bad, machen Sie abends einen Spaziergang oder lesen Sie eine halbe Stunde, bevor Sie ins Bett gehen – das entspannt und bereitet auf den Schlaf vor.

Rücksicht auf die innere Uhr: Wenn Sie abends früh müde werden, geben Sie Ihrem natürlichen Schlafbedürfnis nach. Nachtschwärmer sollten nicht zu früh zu Bett gehen, sonst klappt es nicht mit dem Einschlafen.

Bleiben Sie bei Schlaflosigkeit gelassen: Wenn Sie nachts aufwachen und längere Zeit wach liegen, ärgern Sie sich nicht! Bleiben Sie gelassen. Ihr Körper erholt sich auch, wenn Sie wach liegen. Oft hilft es, für kurze Zeit aufzustehen, zu lesen oder Musik zu hören. Auf keinen Fall das tun, was Sie tagsüber vergessen haben oder wozu Sie nicht gekommen sind. Legen Sie sich erst hin, wenn Sie müde sind.

Schlafe ich in einer geeigneten Umgebung?

Lärm vermeiden: Als Schlafraum ist das ruhigste Zimmer in der Wohnung am besten geeignet. Straßengeräusche oder andere Lärmquellen blockieren das Einschlafen. Das verursacht unter anderem Schlaflosigkeit.

Ausreichend abdunkeln: Licht kann das Einschlafen erschweren. Sorgen Sie mit geeigneten Vorhängen oder Rollläden für eine ausreichende Abdunkelung.

Die richtige Matratze: Feste Matratzen helfen der Wirbelsäule und sorgen für ein entspanntes Liegen – und zwar besser als eine weiche Unterlage.

Frischluft tut gut: Lüften Sie das Zimmer vor dem Schlafengehen kurz und kräftig durch oder lassen Sie das Fenster in der Nacht leicht geöffnet. Das Schlafzimmer sollte nicht zu warm sein. Als optimal gelten 16 bis 18 Grad Celsius.

Nur müde ins Bett: Gehen Sie prinzipiell nur dann zu Bett, wenn Sie müde werden  – nicht, weil es dafür Zeit wird.

Entspannen Sie sich: Oft helfen Entspannungsübungen beim Einschlafen. Besuchen Sie einen Yoga-Kurs oder lernen Sie autogenes Training. Im Buchhandel gibt es spezielle Entspannungskassetten, die beim Einschlafen helfen können.

Eingestellt am: 26. August 2014