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Nie oben ohne

Nie oben ohne
© DAK/Schläger
Ein Schutzhelm ist auch für Skater, Kickboarder oder Laufradfahrer ein Muss
Ob Inline-Skates, Kickboard, Laufrad, Skate- oder Waveboard - mittlerweile haben viele Kinder und Jugendliche diese vergnüglichen Fortbewegungsarten für sich entdeckt. Die neuen Trend-Fahrzeuge sind schnell und schnittig und deshalb bei den Knirpsen ungemein beliebt. Da Kinder mit dem Kickboard oder auf Inline-Skates fast so schnell sind wie ihre Altersgenossen auf dem Fahrrad, können sie sich bei einem Sturz schwer verletzen. Dabei werden nicht nur Schulter, Unterarme, Hände und Becken in Mitleidenschaft gezogen, sondern auch der Kopf.

Die Gefahr fährt immer mit

Laut DAK-Versicherten-Angaben wurden im vergangenen Jahr 2676 Kinder zwischen zwei und 17 Jahren mit Kopfverletzungen stationär im Krankenhaus behandelt - mehr als sieben Kinder pro Tag. Selbst wenn diese Verletzungen nicht alle auf Unfälle mit den neuen Trend-Fahrzeugen zurückzuführen sind, fährt die Gefahr schwerer Kopfverletzungen bei Kickboard und Co. immer mit. Nach einer Studie der Hannelore-Kohl-Stiftung betrifft beim Inline-Skaten jede sechste Verletzung den Kopf. Die DAK appelliert deshalb an alle Eltern, darauf zu achten, dass ihre Kinder auch bei diesen Sportarten einen Schutzhelm tragen.

Kopfverletzungen drohen

„Viele der Schädelverletzungen ließen sich so verhindern“, bestätigt DAK-Experte und Kinderarzt Dr. Gerhard Kroschke. „Während ein Armbruch meist schnell wieder heilt, kann eine Kopfverletzung lebensgefährlich sein, selbst wenn das Kind nur vom Skateboard gestürzt ist.“ Was viele Eltern nicht bedenken: Der Kinderkopf schlägt bei einem Sturz mit voller Wucht auf den harten Asphalt oder auf eine Bordsteinkante auf. „Bei Stürzen können Kinder mit einer leichten Gehirnerschütterung davonkommen, doch sie können im schlimmsten Fall auch ein Schädel-Hirn-Trauma erleiden“, erklärt Kinderarzt Dr. Gerhard Kroschke. „Bei dieser schweren Kopfverletzung schwillt das Hirn unkontrolliert an und wird nicht mehr ausreichend durchblutet. Oft enden solche Unfälle tödlich.“ Selbst wenn Kopfverletzungen nicht tödlich ausgehen, sind sie immer sehr gefährlich: Das Zentrale Nervensystem kann geschädigt werden. Lang anhaltende oder dauerhafte Behinderungen sind dann die Folge.

Erschreckende Zahlen

Dennoch setzen nur wenige Eltern ihren Kindern einen Schutzhelm auf. Das belegen Zahlen der Bundesanstalt für Straßenwesen: Gerade einmal 55 Prozent der Kinder bis zehn Jahre trugen im vergangenen Jahr beim Fahrrad fahren einen Helm. Bei den 11- bis 16-Jährigen waren es mit 20 Prozent noch weniger. Und bei den über 17-Jährigen fahren gerade einmal vier Prozent mit Helm. „Das ist erschreckend“, so Kinderarzt Dr. Gerhard Kroschke. „Kinder, die Inline-Skates, Scooter oder Waveboard fahren, sieht man leider noch seltener mit Helm. Verantwortungsbewusste Eltern sollten ihre Kinder jedoch nie ohne die schützende Kopfbedeckung fahren lassen.“.

(20.11.2009)

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