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Magazin - Kultur
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Wenn die Nacht zum Tage wird - Rezepte gegen Jetlag
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 |  | © Techniker Krankenkasse |
Letztes Jahr Hawaii, dieses Jahr Neuseeland – die Welt wächst immer weiter zusammen, und auch die hintersten Winkel der Welt sind inzwischen bequem per Flieger zu erobern. Doch auch wenn das Überqueren von Zeitzonen wie ein Kinderspiel wirkt: Für den Körper ist es eine echte Zumutung, weil sich die innere Uhr nicht so schnell umstellen kann. Die Folge: Die Reisenden liegen die halbe Nacht wach, müssen schon vormittags gähnen und können sich kaum konzentrieren – typische Symptome für Jetlag.
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Die Ärztin Dr. Andrea Hoppe von der Techniker Krankenkasse (TK) erklärt: "Bis sich der Körper an den neuen Rhythmus anpasst, können mehrere Tage vergehen." Aber es gibt Tricks, die dem Körper die Anpassung erleichtern. Hoppe rät: Gleich nach der Ankunft sollten die Reisenden sich auf den neuen Tag-Nacht-Rhythmus vor Ort umstellen. "Am besten machen Sie es den Kindern nach: Die richten sich eher nach der Sonne als nach der Uhr", so die Medizinerin. Das heißt: Auch wenn der erste Tag in Boston sechs Stunden länger ist, sollte man nach der Ankunft noch einige Stunden durchhalten. Es ist besser, am frühen Abend noch etwas zu essen und erst danach schlafen zu gehen. Ein schöner langer Spaziergang an der frischen Luft kann unterstützen: Das Tageslicht hilft der inneren Uhr, sich umzustellen. "Spaziergänge in der Sonne wirken wahre Wunder, weil der Körper weniger von dem schlaffördernden Hormon Melatonin produziert, wenn Sonnenlicht in die Augen scheint“, verrät die TK-Expertin.
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Zeitumstellung bedeutet Belastung für den Körper
Ob man nach Osten oder Westen fliegt, kann für den Körper einen großen Unterschied bedeuten. Wenn man in Richtung Westen reist, wird die Uhr vorgestellt – der Tag wird also länger. Bei Flügen gen Osten ist es umgekehrt. Hoppe: "Unsere innere Uhr kommt ganz gut mit einem verlängerten Tag zurecht, aber es fällt ihr sehr schwer, die Tageslänge künstlich zu verkürzen. Deshalb verträgt der Körper Flüge in Richtung Westen besser als in Richtung Osten." Zur Vorbereitung hilft es häufig, zwei Tage vor der Reise den Schlafrhythmus anzupassen und bei einem Flug in östliche Richtung früher, in westliche Richtung später zu Bett zu gehen. Während des Fluges gilt: Wenig Alkohol und fettarmes Essen machen es dem Körper leichter, mit der Belastung fertig zu werden. Die TK-Ärztin rät außerdem: "Die Anpassung fällt leichter, wenn sie zu einem einfachen psychologischen Trick greifen und im Flieger gleich die Uhr auf die Ortszeit am Reiseziel umstellen." Von Schlaftabletten ist abzuraten. Sie können die Tagesmüdigkeit fördern. Bei einem Flug um die halbe Erdkugel ist die Zeitverschiebung besonders extrem. Es geht gleich ein halber Tag verloren. Eine Pause auf halber Strecke verbessert die Verträglichkeit für den Körper. Viele Fluggesellschaften bieten solche so genannten Stopover-Flüge zu günstigen Preisen an.
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Vorsicht bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme
Besondere Regeln gelten für Reisende, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen. Hoppe empfiehlt, vorher mit dem Arzt oder Apotheker zu sprechen: "Bei manchen Medikamenten wie Cortison ist es wichtig, dass sie zu bestimmten Tageszeiten eingenommen werden. Bei Antibiotika hingegen sollte der Spiegel des Medikaments im Blut immer gleich bleiben – der Patient muss also darauf achten, die Tabletten in gleichmäßigem Abstand zu nehmen." Auch Diabetiker sollten beispielsweise die Insulingabe bei größeren Zeitverschiebungen anpassen. Für alle gilt: Wichtige Medikamente gehören ins Handgepäck. Denn Verspätungen oder verlorene Koffer können sonst unangenehme Folgen haben.
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(17.03.2008)
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