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Magazin - Kultur
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Nur 40 Prozent wollen volle Elternzeit nehmen
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Nicht einmal die Hälfte aller werdenden Mütter plant, die vollen drei Jahre Elternzeit in Anspruch zu nehmen. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage unter rund 600 Schwangeren und jungen Eltern im Internetportal www.babyclub.de. Zwar möchten die meisten Befragten eine Auszeit nehmen, doch nur 40 Prozent wollen volle drei Jahre pausieren.
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Lediglich acht Prozent der werdenden Mütter gaben bei der Umfrage an, sofort nach acht Wochen Mutterschutz wieder arbeiten zu wollen. 47 Prozent möchten die ersten ein bis zwei Jahre zu Hause bleiben und sich intensiv um ihr Baby kümmern. Weitere 40 Prozent planen, die gesamte Elternzeit zu nutzen. Immerhin fünf Prozent der Befragten teilen sich die Elternzeit mit dem Partner. Dies ergab eine repräsentative Umfrage von 600 Schwangeren und jungen Eltern.
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Zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Besonders für gut ausgebildete Frauen stellt sich bei Beginn der Schwangerschaft die Frage, wie sie rasch und problemlos in den Beruf zurückkehren können. Junge Mütter befinden sind in puncto beruflicher Wiedereinstieg hin- und hergerissen zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Während 47 Prozent in der Umfrage angeben, dass sie gerne nach ein bis zwei Jahren wieder arbeiten möchten, sind es laut Zahlen des Mikrozensus 2003 in der Realität nur gut ein Drittel der Mütter mit Kindern unter drei Jahren, die aktiv erwerbstätig sind.
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Zu wenig Teilzeitstellen
Birgit Steinhardt von der Kontaktstelle Frau und Beruf in Stuttgart führt dies hauptsächlich auf unflexible Arbeitszeitmodelle und mangelnde Hilfe bei der Kinderbetreuung zurück: „Trotz Teilzeitarbeitsgesetz zeigen viele Firmen keine Bereitschaft, Teilzeitstellen einzurichten. Vor allem für hoch qualifizierte Frauen gibt es kaum adäquate Teilzeitarbeitsplätze. Zudem gibt die Mehrzahl der Firmen keine Unterstützung bei der Kinderbetreuung.“ Ein Engagement, das sich für Betriebe jedoch durchaus lohnen würde, so Birgit Steinhardt. Sie weist darauf hin, dass Firmenbeispiele wie aus dem jährlichen Wettbewerb „Gleiche Chancen für Frauen und Männer im Betrieb“ zeigen, wie produktiv sich familienorientierte Personalpolitik auf betriebliche Interessen und Mitarbeiterinnen auswirke.
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Frist für Antragstellung beachten
Von den über 600 Teilnehmern der Umfrage wollen sich lediglich fünf Prozent die Elternzeit mit ihrem Partner teilen. Diese Zahl entspricht sowohl dem deutschlandweiten als auch dem EU-Durchschnitt. Birgit Steinhardt: „Nach unseren Erfahrungen findet die Elternzeit von Männern in vielen Branchen und Betrieben immer noch zu wenig Akzeptanz. Zudem liegt das Einkommen von Männern bei gleicher Tätigkeit in der Regel mehr als 20 Prozent über dem Verdienst von Frauen. Wir machen jedoch auch in unserer Beratungsarbeit täglich die Erfahrung, dass sich viele Frauen immer noch an einer traditionellen Rollenzuweisung orientieren und deshalb zugunsten der Männer auf eine kontinuierliche Berufsweg- und Karriereentwicklung verzichten.“ Egal ob werdende Eltern nur ein paar Monate oder die vollen drei Jahre Elternzeit beanspruchen wollen, dies müssen sie noch vor der Geburt ihres Babys entscheiden. Spätestens acht Wochen vorher muss diese nämlich beim Arbeitgeber schriftlich beantragt werden.
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(23.08.2004)
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