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Magazin - Kultur

Erstklässler brauchen einen festen Rhythmus

Erstklässler brauchen einen festen Rhythmus
© AOK-Mediendienst

„Nun beginnt für Dich der Ernst des Lebens!“ Diesen Satz haben wohl schon Generationen von Erstklässlern von Eltern und Groß­eltern zu hören bekommen.

Doch mit der Schulpflicht wird der Kinder­alltag nicht nur ernster: Für die Kleinen beginnt nun ein ganz anderer Le­bensrhythmus mit neuen Anforderungen. „Eltern können ihren Kindern bei dieser Umstellung helfen“, sagt Ingrid Rasch, Diplom-Psychologin und Leiterin der Katholischen Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Ju­gendliche in Köln. „Sie sollten für einen regelmäßigen Tagesablauf sor­gen. Konstante Regeln und feste Zeiten entlasten Kinder bei der Um­stellung.“

Individuelles Schlafbedürfnis beachten

Vor allem an die neuen Schlafenszeiten gewöhnen sich viele Mädchen und Jungen nicht von heute auf morgen. „Damit sie in den ersten Tagen und Wochen nicht übermüdet im Klassenzimmer sitzen, sollten Eltern versuchen, schon zum Ende der Kindergartenzeit den neuen Schlaf­rhythmus nach und nach einzuführen“, so Diplom-Psychologin Ingrid Rasch. Um wie viel Uhr der richtige Zeitpunkt für die Bettruhe gekommen ist, hängt dabei vom individuellen Schlafbedürfnis des Kindes ab. Nach dem Aufstehen am Morgen sollten die Kinder sich dann nicht gleich in Hektik und Eile auf den Schulweg machen. Ingrid Rasch: „Schön ist es, wenn vorher noch einmal Ruhe einkehrt, am besten natürlich bei einem gemeinsamen Frühstück. Morgenmuffel, die kurz nach dem Aufstehen keinen Appetit haben, können bei dieser Gelegenheit auch nur eine Tas­se Kakao oder ein Glas Saft trinken.“ Für die Pausen zwischendurch soll­ten Brote und Obst mitgenommen werden. „Die Kinder müssen zwischendurch etwas essen, um neue Energie zu tanken, sonst lässt ihre Konzentration schnell nach.“

 

Nach dem Heimweg zunächst ausruhen

 

Hat die Schulglocke das Unterrichtsende eingeläutet, muss erst einmal abgeschaltet werden. Beim gemeinsamen Mittagessen können die Kin­der berichten, was sie in der Schule erlebt haben. „Auch danach sollten die Kleinen noch Zeit zum Verschnaufen bekommen und nicht sofort mit den Hausaufgaben beginnen“, rät die Diplom-Psychologin. „Etwa eine halbe Stunde Spielpause nach dem Essen bringt den nötigen Abstand zum Unterricht. Am besten ist es, wenn die Kinder diese Pause im Haus verbringen und sich dann an ihre Aufgaben setzen. Zum Spielen im Freien sollten sie anschließend Gelegenheit haben.“

Lob ist wichtig

Doch wer hat nach dem anstrengenden Unterricht schon Lust, sich noch einmal hinzusetzen? Wenn es trotz der Aussicht auf einen anschließenden freien Nachmittag mit dem Schreiben und Rechnen nicht so recht vorwärts gehen will, müssen die Eltern eingreifen. „Motivation und Lob sind ganz wichtig. Ein paar aufmunternde Worte zwischendurch können schon Ansporn sein. Bei größeren Schwierigkeiten müssen die Erwachsenen helfen“, so Ingrid Rasch. Vor allem bei Schulanfängern sollten die Eltern in der ersten Zeit am besten in Rufbereitschaft bleiben und immer mal wieder nach ihrem Kind sehen. Für Erstklässler ist es oft besser, die Hausaufgaben am Esstisch zu machen, statt allein an ihrem Schreibtisch im Kinderzimmer zu hocken. So kommen die Kinder nicht in Versuchung, zum Spielzeug zu greifen. „Erstklässler sind oft überfordert, wenn sie plötzlich alleine Hausaufgaben machen sollen. Sie müssen erst lernen, eine solche Anforderung zu bewältigen“, erklärt die Psychologin.

Neue Eindrücke

Nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern brauchen in dieser Zeit vor allem Geduld. „Wer eingeschult wird, muss in den ersten Wochen mit vielen neuen Eindrücken fertig werden. Damit all die Erlebnisse und Erfahrungen nicht zur Belastung werden, brauchen Kinder Sicherheit in ihrem Umfeld. Und die bekommen sie am besten durch einen festen Rhythmus und klare Vorgaben“, meint Diplom-Psychologin Ingrid Rasch.

(04.08.2003)

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