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Magazin - Gesundheit

Gedächtnistraining: So bringen Sie Ihr Gehirn in Schwung

Gedächtnistraining: So bringen Sie Ihr Gehirn in Schwung
© Imago
Wo habe ich nur wieder meinen Schlüssel hingelegt? Und wann war nochmal der Termin beim Zahnarzt? Mit zunehmendem Alter kann die Gedächtnisleistung nachlassen und Dinge, die man sich früher problemlos merken konnte, bereiten auf einmal Kopfzerbrechen. Doch glücklicherweise können wir viel gegen Gedächtnislücken, Konzentrationsprobleme und schlechte Merkfähigkeit tun.
Geistig topfit bis ins hohe Alter? Das funktioniert tatsächlich. Voraussetzung: Sie fordern Ihre grauen Zellen und versorgen Ihren Kopf mit allem, was ihn fit hält. Und das in jedem Alter. Denn fest steht, dass im Gehirn lebenslang neue Verknüpfungen gebildet werden können und unsere grauen Zellen auch jenseits des 60., 70. oder 80. Geburtstags noch lernfähig sind.
Unser Gehirn ist wie ein Muskel, der betätigt werden will. Sobald das Oberstübchen nicht mehr ausreichend gefordert wird, macht es zusehends schlapp. Diesem Prozess können und sollten Sie aktiv entgegenwirken. Lesen Sie hier, worüber sich die grauen Zellen freuen – und worüber nicht!

Gesunde Kost

Nicht nur unser Herz-Kreislauf-System, sondern auch das Gehirn kann von einer ausgewogenen, vitaminreichen und leichten Kost nach Vorbild der Mittelmeerküche profitieren. Lang vorhaltende Kohlenhydrate aus Vollkorngetreide, Kartoffeln und Hülsenfürchten sowie frisches Obst und Gemüse sollten reichlich auf den Tisch kommen. In Äpfeln, Zitrusfrüchten, Blattgemüse, Karotten & Co. stecken viele zellschützende Antioxidantien, die dem geistigen Abbau entgegenwirken können. Um reibungslos arbeiten zu können, braucht der Kopf auch bestimmte hochwertige Fettsäuren: Einfach ungesättigte Fettsäuren stecken unter anderem in Avocados, Oliven- und Rapsöl, mehrfach ungesättigte – wie etwa Omega-3-Fettsäuren – kommen in fettem Fisch wie Lachs und Makrele vor, aber auch in Nüssen.
Tipp: Eine gute Versorgung mit Flüssigkeit hält das Blut dünn genug, um den Sauerstoff schnell zum Gehirn transportieren zu können. Das bedeutet umkehrt aber auch: Wer zu wenig trinkt, riskiert eine schlechte Hirndurchblutung und eine verminderte Gedächtnisleistung.

Viel Bewegung

Was sportliche Aktivitäten mit der geistigen Fitness zu tun haben? Eine ganze Menge, denn Bewegung jeglicher Art verbessert die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung – und das kommt dem Gehirn zugute. Ideal für die Kondition sind moderate Ausdauersportarten wie Nordic Walking, Schwimmen, Wandern, Radfahren. Gleich doppelt gut fürs Gehirn sind Aktivitäten wie Tanzen und Jonglieren. Denn wer neue Schrittfolgen einstudiert oder Bälle durch die Luft wirbelt, muss sich nicht nur bewegen, sondern dabei auch noch gehörig konzentrieren.
Tipp: Schlafen Sie genug? Schlaf ist für den gesamten Organismus wichtig, ganz speziell jedoch für das Gehirn: Quasi über Nacht erholt sich das Denkorgan von den Strapazen des Tages, schöpft Kraft und verarbeitet neue Eindrücke, neu Gelerntes wird abgespeichert. Am Morgen ist das Gehirn dann ausgeruht – die beste Tageszeit für die Bewältigung von Aufgaben, die das Kurzzeitgedächtnis beanspruchen, wie beispielsweise Prüfungen.

Immer wieder Neues

Wird der Kopf regelmäßig gefordert, steigt sein Leistungsvermögen – auch im hohen Alter. Nichts spricht dagegen, aber vieles dafür, auch im Rentenalter noch umzudenken, sich neuen Herausforderungen zu stellen und dazuzulernen: Egal ob Sie einen Internet-Kurs an der Volkshochschule besuchen, ein Instrument spielen lernen, sich zum Tanzkurs anmelden oder ein Ehrenamt im Sportverein übernehmen, alle anregenden Tätigkeiten verstärken die Verbindungen zwischen den Nervenzellen.
Tipp: Kleine Gedächtnisübungen, die den Kopf in Schwung halten, lassen sich immer und überall in den Alltag einbauen. Beispielsweise beim Einkaufen: Rechnen Sie die Beträge einfach im Kopf zusammen, ehe Sie sich an die Kasse stellen, oder versuchen Sie ohne Einkaufszettel im Supermarkt klarzukommen. Auch Strategie- und Denkspiele wie Schach oder Memory fördern Konzentration und Denkvermögen.

(25.01.2012)

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