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Magazin - Gesundheit
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Der weibliche Herzinfarkt: Atypische Symptome sind zu wenig bekannt
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 |  | © Supress |
Jede zweite Frau stirbt an einer Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems, am häufigsten an einem Herzinfarkt. Das zeigen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Die Überlebenschancen sind bei Frauen nach einem Herzinfarkt schlechter als bei Männern.
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Ein wesentlicher Grund hierfür: „Die atypischen Symptome des weiblichen Infarktes sind zu wenig bekannt“, sagt die Herzspezialistin Prof. Verena Stangl von der Charité Berlin. Laut Informationen des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) treten bei nahezu jeder zweiten Frau vor einem Herzinfarkt nicht die typischen und bekannten Symptome wie Engegefühl in der Brust und ausstrahlende Schmerzen in den linken Arm auf. Sie haben stattdessen atypische Symptome wie ungewöhnliche Schwäche, Schlafstörungen, Kurzatmigkeit, Magen-Darm-Beschwerden sowie Übelkeit oder Schwindel. Die Mehrdeutigkeit dieser Symptome hat für Frauen fatale Konsequenzen: Sie kommen zu spät oder gar nicht in die Klinik. Dadurch geht wertvolle Zeit verloren, die oft über Leben und Tod entscheidet.
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Maßnahmen zur Früherkennung nutzen
Alle Experten sind sich deshalb darüber einig, dass die Aufklärung über den weiblichen Herzinfarkt ein entscheidender Bestandteil der Prävention ist. Ganz wesentlich ist außerdem, dass alle Maßnahmen zur Früherkennung von Gefäßverengungen genutzt werden, um einem Herzinfarkt vorzubeugen. Ein erhöhtes Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems haben Frauen neben den bekannten Faktoren wie Bluthochdruck, Übergewicht und Bewegungsmangel generell in und nach den Wechseljahren wegen des Rückgangs der Östrogenproduktion. Weitere typisch weibliche Risikofaktoren sind laut dem BVF Nikotinkonsum, insbesondere in Kombination mit der Einnahme der Anti-Baby-Pille, Typ-2-Diabetes, schlechte Cholesterinwerte sowie psychische Faktoren wie anhaltend bedrückender Stress. Als schonender und aussagekräftiger Herz-Check besonders gut geeignet ist die mit Kontrastmitteln (z. B. von Bayer Schering Pharma) unterstützte Magnetresonanz-Angiographie (MRA). Bei diesem modernen strahlenfreien Untersuchungsverfahren werden mit einem Magnetfeld dreidimensionale Bilder vom Herzen und seiner Umgebung erstellt. Auf diesen Aufnahmen kann der Radiologe krankhafte Veränderungen wie Durchblutungsstörungen frühzeitig erkennen, so dass einem Herzinfarkt durch die Einnahme von Medikamente bzw. durch die Umstellung auf einen gesünderen Lebensstil vorgebeugt werden kann.
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(16.09.2009)
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