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Magazin - Gesundheit

Cholesterinwerte verbessern: So sparen Sie Fett bei der Ernährung ein

Cholesterinwerte verbessern: So sparen Sie Fett bei der Ernährung ein
© Supress
Zu viel Fett beim Essen macht nicht nur dick. Häufige Folge sind auch Störungen des Fettstoffwechsels, nämlich zu hohes LDL- und zu niedriges HDL-Cholesterin im Blut.
Beide Faktoren erhöhen das Risiko für gefährliche Arte­rienverkalkungen, die Hauptursache für einen Herzinfarkt sind. Deshalb lautet ein wichtiger Grundsatz bei der Ernährung: Fettverzehr redu­zieren. Maximal 60 bis 80 g Fett sollten laut dem Institut für Ernährungsinformation (Freudenstadt) täglich mit der Nah­rung aufgenommen werden. Die Menge scheint auf den ers­ten Blick groß, ist aber schnell erreicht, denn eine Bratwurst ent­hält bereits ca. 30 g. Aber es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Fett bei der Ernährung einzusparen. Wer bei­spielsweise fett­arme Wurst- und Käsesorten bevorzugt, vollfette Milchpro­dukte gegen fettreduzierte austauscht und Fleisch grillt statt paniert, hat bereits viel für eine bessere Cholesterin-Bilanz getan.

Auch Bewegung spielt eine Rolle

Weniger Fett aufzunehmen, stellt bei der Cholesterin-Therapie jedoch immer nur den ersten Schritt dar. Hinzu kommen müs­sen ein Plus an Bewegung sowie in vielen Fällen auch eine medikamentöse Behandlung. „Dabei ist die Anhebung des HDL-Cholesterins ein wichtiges neues Therapieziel“, erklärt Dr. Axel Schmermund vom Cardioangiologischen Centrum Bethanien in Frankfurt am Main. HDL-Cholesterin schützt die Blutgefäße vor gefährlichen Ablagerungen und gilt deshalb als das „gute“ Cholesterin. Aktuelle Studien zeigen: Der HDL-Wert kann mit Niacin-Präparaten wie Niaspan um bis zu 26 Prozent angehoben werden. Zudem kann der Wirkstoff für ei­nen Rückgang bereits vorhandener Gefäßablagerungen sor­gen – und damit das Herzinfarkt-Risiko bedeutend senken. Diese neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse werden in der Praxis jedoch noch viel zu selten berücksichtigt, so dass Patienten mit schlechten Cholesterin-Werten häufig unzurei­chend behandelt werden.

(16.09.2009)

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