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Magazin - Gesundheit

Allergien: Epidemie des 21. Jahrhunderts

Allergien: Epidemie des 21. Jahrhunderts
© Techniker Krankenkasse
Allergien gelten als die Epidemie des 21. Jahrhunderts – so das Statistische Bundesamt. Fast jeder dritte Deutsche leidet mittlerweile unter einer allergischen Reaktion.

Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht, im Gegenteil: Die Europäische Stiftung für Allergieforschung geht davon aus, dass in zwei Jahren schon jeder zweite Mensch in den Industrienationen eine Allergie haben wird. Allein in Deutschland betrifft das über 40 Millionen Menschen. „Gelingt es nicht, das Allergieproblem einzudämmen, werden die Deutschen schon bald ein Volk der Allergiker sein“, so Beate Thier, Ärztin bei der Techniker Krankenkasse (TK).

 

Wie stark sich Allergien hierzulande ausbreiten, zeigen die Krankheitszahlen bei Kindern und Jugendlichen. In der Altersgruppe der 3- bis 17-Jährigen sind Allergien das häufigste Gesundheitsproblem überhaupt: Bei rund einem Viertel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland haben Ärzte schon einmal Heuschnupfen, Asthma, Neurodermitis oder ein allergisches Kontaktekzem festgestellt. Damit nicht genug: Laut Robert Koch-Institut tragen über 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen schon Antikörper in sich. Das bedeutet, dass sie zwar noch keine Allergie haben, aber ihr Immunsystem bereits sensibilisiert ist. Damit ist fast jedes zweite Kind in Deutschland allergiegefährdet.

Die Kosten sind enorm

„Die sozialen und wirtschaftlichen Kosten durch Allergien sind schon jetzt enorm“, so Beate Thier. „Viele Menschen können beispielsweise ihren Beruf nicht mehr wie gewohnt ausüben oder müssen ihn wegen einer Allergie ganz aufgeben.“ Jedes Jahr brechen etwa 30.000 Jugendliche ihre Ausbildung aufgrund einer Allergie ab. Den volkswirtschaftlichen Schaden in der Europäischen Union schätzt die Europäische Stiftung für Allergieforschung mittlerweile auf 25 Milliarden Euro jährlich.

Kleinkinder besonders schützen

Die Weltgesundheitsorganisation erwartet, dass sich Allergien in Europa zukünftig noch weiter ausbreiten werden. Daher empfiehlt die TK, vor allem Kleinkinder vor starken Allergenen zu schützen, um so ihr Allergierisiko zu senken. Substanzen, die besonders leicht Allergien auslösen können, sind zum Beispiel Hausstaubmilben, Schimmel, Tierhaare und Tabakrauch.

 

Weitere Informationen bietet die TK in den Broschüren „Asthma bronchiale“ und „Allergien“. Beide Broschüren gibt es in den TK-Geschäftsstellen oder zum Download unter www.tk-online.de.

(29.10.2008)

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