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Magazin - Gesundheit

Studie zeigt: Sport macht glücklich und hält gesund

Studie zeigt: Sport macht glücklich und hält gesund
© Techniker Krankenkasse
Wer regelmäßig Sport treibt, bleibt nicht nur gesünder und fühlt sich jünger – regelmäßige Bewegung macht auch glücklich. Sportler sind zufriedener mit sich und ihrem Leben. So bezeichneten neun von zehn Freizeitsportlern in Deutschland in einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) ihren Gesundheitszustand als sehr gut oder gut. Unter den Sportmuffeln sagten dies nur halb so viele. Während jeder dritte Antisportler sich häufig müde und schlapp fühlt, trifft dies nur auf jeden zehnten Sportler zu. Und der Anteil der Inaktiven, die unter Stimmungsschwankungen oder Schlafstörungen leiden, ist doppelt so hoch wie unter Sportlern.

"Bewegung führt dazu, dass unser Körper Serotonin freisetzt, das so genannte Glückshormon. Die Stimmung und das Selbstwertgefühl steigen, der eigene Körper wird positiver wahrgenommen und angestaute Aggressionen sowie Stress werden abgebaut", sagt Beate Helbig, Sportwissenschaftlerin bei der TK. "Auch wenn Bewegungsmangel allein sicherlich keine Depressionen auslösen kann, ist belegt, dass Sport Stimmungstiefs vorbeugen und depressiven Menschen helfen kann, sich wieder besser zu fühlen. Trainiert ein depressiver Mensch regelmäßig, kann er sogar seine Medikation senken", so Helbig.

 

Laut der Sportexpertin tut Bewegung jedoch nicht nur der Seele gut, sondern schützt auch vor den meisten großen Zivilisationskrankheiten wie Rückenschmerzen, Übergewicht, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und erhöhtem Blutdruck. "Schon kleine zusätzliche Aktivitäten im Alltag, sei es Treppensteigen, Gartenarbeit oder kurze Strecken auf dem Fahrrad, beeinflussen die Gesundheit positiv", so Helbig.

Entlastung der Wirbelsäule

Neben einem aktiven Alltag ist für Körper und Seele ein regelmäßiges moderates Ausdauertraining ideal. Die Wahl der richtigen Sportart hängt dabei allein davon ab, was am meisten Spaß macht – von Walking oder Jogging über Schwimmen und Inlineskaten bis zu Tanzen oder Skilanglauf. Regelmäßig Sport zu treiben minimiert das Risiko vieler Erkrankungen deutlich: Während zum Beispiel jeder zweite Antisportler laut der TK-Studie unter Rückenschmerzen leidet, sind nur halb so viele Aktive betroffen. "Regelmäßige Bewegung stärkt die Rücken- und Bauchmuskulatur und entlastet so die Wirbelsäule. Außerdem bewirkt das Training, dass die empfindlichen Bandscheiben besser mit Nährstoffen versorgt werden. Auch die Knochendichte ist bei Sportlern deutlich höher. Und das senkt das Risiko von Osteoporose und Brüchen im Alter deutlich", so Helbig.

Geringeres Diabetes-Risiko

Herzinfarkt, Schlaganfall und Bluthochdruck sind für Sportmuffel
ebenfalls eine Gefahr: Während nicht einmal jeder zehnte Aktive unter einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leidet, ist davon jede vierte Couch-Potato betroffen. Und unter Übergewicht oder Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes leiden fast dreimal so viele Inaktive wie Sportler. "Da der technische Fortschritt von der Fernbedienung bis zum Online-Shopping uns im Alltag mehr und mehr Wege abnimmt und zudem immer mehr Menschen am Schreibtisch arbeiten, hat sich das Risiko, an Diabetes zu erkranken, innerhalb der letzten 50 Jahre verzehnfacht", sagt die Sportwissenschaftlerin.

(01.07.2008)

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