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Magazin - Gesundheit
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Sport trotz Asthma? Erst recht!
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 |  | © Techniker Krankenkasse |
Eisschnelllauf-Weltmeisterin Anni Friesinger und Weitsprung-Olympiasiegerin Heike Drechsler machen es vor: Sogar Hochleistungssport ist mit Asthma möglich. Und auch ohne Weltrekorde profitiert jeder Asthmatiker von regelmäßigem Training.
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Menschen mit Asthma, die Sport treiben, stärken ihre Atemmuskulatur, sie können Sauerstoff besser aufnehmen und verwerten, ihre Lungenreserven werden effektiver ausgenutzt und sie sind insgesamt leistungsfähiger. "Bei untrainierten Asthmatikern droht ein Belastungsasthma schon bei geringen Anstrengungen im Alltag – einige Stockwerke Treppensteigen oder ein kurzer Spurt zum Bus können bereits zu Atemnot führen. Das muss nicht sein. Jeder Asthmatiker kann die Reizschwelle, bei der ein Asthmaanfall ausgelöst wird, mit Sport deutlich nach oben verschieben", sagt Dr. Thomas Ruprecht, Mediziner bei der Techniker Krankenkasse (TK).
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Hemmschwelle ist hoch
Doch die Hemmschwelle ist hoch und die ersten Trainingseinheiten sind für Asthmatiker oft nicht einfach. Denn das Atmen fällt ihnen ohnehin häufig schwer, sie fürchten das Gefühl, wenn die Brust eng und die Luft knapp wird. Und dann Sport treiben? Wie eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der TK zeigt, ist Sport für die meisten Menschen, die unter Atemnot leiden, ein Tabu: Nur 17 Prozent von ihnen geben an, regelmäßig sportlich aktiv zu sein. Ihre Angst: Wenn ihr Körper gefordert wird, belasten die Wasser- und Wärmeverluste die Atemwege zusätzlich und lösen Luftnot aus. Menschen mit Asthma, die dies erlebt haben, schrecken vor weiteren Trainingseinheiten oft zurück. Ein Teufelskreis, denn je weniger sie sich bewegen, umso schneller kommt der nächste Asthmaanfall.
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Empfehlung: Ausdauersport
Der TK-Mediziner rät Asthmatikern deshalb insbesondere zu Ausdauersportarten wie Laufen, Schwimmen, Wandern, Tanzen oder Radfahren, bei leichtem Asthma auch zu Ballsportarten wie Volleyball oder Badminton. Was das Richtige ist, ist individuell unterschiedlich: Für manche Asthmatiker sind Sportarten im Freien ungeeignet, da sie zu stark auf Pollenflug oder auf Luftverschmutzungen etwa durch Ozon oder Stickoxide reagieren. Andere vertragen Wintersportarten nicht so gut, da der Wärmeverlust über die oberen Atemwege durch kalte Luft und niedrige Luftfeuchtigkeit die Symptome verstärken kann. Sehr heiße und schwüle Luft kann ebenfalls zu Atembeschwerden führen. Mit geeignetem Training und medikamentösem Schutz sind aber bei fast allen Asthmatikern auch Sportarten im Freien möglich – wichtig ist nur, dass sie ihr individuelles Krankheitsbild bei der Wahl der richtigen Sportart berücksichtigen. "Auch Patienten mit schwerem Asthma sollten nicht darauf verzichten, sich körperlich zu betätigen. Schon ein kleiner Spaziergang täglich verbessert die Leistungsfähigkeit", rät Ruprecht.
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Mit dem Arzt abstimmen
Voraussetzung für Sport mit Asthma ist, dass die Krankheit optimal therapiert wird. Art und Umfang eines idealen Trainings stimmt man unbedingt mit seinem Arzt ab. Patienten mit Belastungsasthma rät Ruprecht, etwa eine Viertelstunde vor dem Sport noch einmal zu inhalieren, wodurch sich die anstrengungsbedingte Atemnot zwei bis drei Stunden zuverlässig verhindern lässt. Für den Fall der Fälle – und auch, um sich selbst zu beruhigen – sollten Asthmatiker zudem immer ein Notfall-Spray parat haben und Trainer oder Sportpartner über die Erkrankung informieren. Besonders wichtig ist bei Asthmatikern das Aufwärmprogramm – Kaltstarts sind tabu! Gymnastik, Dehnübungen und ein langsames Einlaufen helfen Muskeln, Kreislauf und Atmungssystem, auf Betriebstemperatur zu kommen. Mit einer Pulsuhr lässt sich einfach kontrollieren, ob während des Trainings alles im grünen Bereich bleibt. Und kurze Pausen, wenn die Atmung zu schnell wird, tun dem Trainingserfolg keinen Abbruch. Nach dem Sport sollten Asthmatiker sich ausgiebig entspannen. Mehr Informationen zu Asthma und Sport gibt es unter www.tk-online.de in der Rubrik "Fit & Well". Dort kann auch die TK-Broschüre "Asthma bronchiale" heruntergeladen werden, die zudem in jeder TK-Geschäftsstelle kostenlos erhältlich ist.
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(07.05.2008)
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