|
|
Magazin - Gesundheit
|
Gefährliche Farbenpracht: Haarfärbemittel lösen Allergien aus
|
 |  | © Techniker Krankenkasse |
Von brünett zu blond, von rot zu rabenschwarz – die eigene Haarfarbe wird besonders für Frauen zu einem immer wichtigeren Mode-Statement: Fast jede zweite deutsche Frau ließ sich im ersten Halbjahr 2007 beim Friseur die Haare färben. Insgesamt greifen mehr als 20 Millionen Frauen in Deutschland regelmäßig zur künstlichen Haarfarbe. Doch bei ihrem Wunsch nach Schönheit riskieren viele Modebewusste eine lebenslange Allergie, so die Techniker Krankenkasse (TK). Sie rät daher, auf allzu häufiges Haarefärben mit aggressiven Stoffen zu verzichten.
|
|
Ursache ist eine chemische Substanz, die in etwa zwei Drittel aller Haarfärbemittel enthalten ist: Die Chemikalie para-Phenyl-endiamin (PPD) kann Hautausschläge, Rötungen und Schwellungen im Gesicht und am Haaransatz auslösen. Experten schätzen, dass allein in Deutschland rund 1,3 Millionen Menschen überempfindlich gegen PPD reagieren. Wenn Kopfhaut oder Gesicht nach dem Haarefärben plötzlich stark jucken und sich röten, kann das auf eine allergische Reaktion hindeuten. „Betroffene sollten die Symptome ernst nehmen und sich damit an einen Hautarzt oder Allergologen wenden“, empfiehlt Dr. Andrea Hoppe, Ärztin bei der TK.
|
Produkte konsequent meiden
Wer einmal gegenüber PPD sensibilisiert ist, sollte alle Produkte konsequent meiden, die diese Substanz enthalten. PPD kann außer in Haarfarben beispielsweise auch in dunklen Lederwaren und dunklen Textilien vorkommen. Auf schwarze Unterwäsche oder dunkle Strumpfhosen sollten Allergiker daher sicherheitshalber verzichten. Aber auch schwarz gefärbte Stiefel, Lederhandschuhe, Portemonnaies, Druckerschwärze, Fahrradgriffe oder Gummischläuche können eine allergische Reaktion hervorrufen. Und damit nicht genug: PPD-Sensibilisierte reagieren über eine Kreuzallergie häufig auch allergisch auf Diazo-Farbstoffe, die ebenfalls in vielen Textilien und Schaumstoffen eingesetzt werden.
|
Kostenlose Broschüre
Besonders schlimm trifft eine PPD-Allergie Menschen, die beruflich viel mit diesem Stoff in Kontakt kommen. Dazu zählen beispielsweise Friseure, Drucker, Schuhverkäufer oder Arbeiter in der Textil-, Gummi-, und Chemiebranche. Sie sollten stets Handschuhe tragen und ihre Haut mit speziellen Schutz- und Pflegesalben schützen. Manchmal bleibt jedoch nichts anderes übrig, als den Beruf zu wechseln. PPD-Allergiker, die auf Jobsuche sind oder eine Ausbildung beginnen möchten, sollten sich genau über das Allergierisiko an ihrem zukünftigen Arbeitsplatz informieren. Weitere Informationen zum Thema Kontaktekzeme enthält die TK-Broschüre „Allergien“, die in den TK-Geschäftsstellen erhältlich ist oder unter www.tk-online.de heruntergeladen werden kann.
|
|
|
|
(07.05.2008)
|
| Startseite Vorherige
Seite Impressum |
|
|