Ratgeber
Startseite
Gesundheit
Wissenschaft
Kultur
Diäten
Rezeptarchiv
Gewinnspiel
Heftbezug
Kontakt
Sitemap
Impressum

Magazin - Gesundheit

Lebensgefährliche Insektenstiche

Lebensgefährliche Insektenstiche
© Techniker Krankenkasse
Ein kurzer Schmerz, ein Fluch und als Andenken eine geschwollene, juckende Stelle auf der Haut: So oder so ähnlich erleben die meisten Menschen einen Bienen- oder Wespenstich. Für rund drei Millionen Menschen in Deutschland birgt er dagegen eine tödliche Gefahr: Sie sind Insektengift-Allergiker und können schon durch eine kleine Menge Gift einen allergischen Schock erleiden und im schlimmsten Fall daran sterben.
Dabei verläuft der erste Stich für alle Betroffenen meist vollkommen harmlos. Was jedoch die wenigsten ahnen: Mit dem Stich gelangen Allergene in den Körper, gegen die das Immunsystem dann Antikörper bildet. „Die Abwehrkräfte bereiten sich sozusagen darauf vor, beim nächsten Allergen-Kontakt zuzuschlagen“, so Beate Thier, Ärztin bei der Techniker Krankenkasse (TK). „Sticht dann tatsächlich wieder eine Biene oder Wespe zu, fällt die Abwehrreaktion deutlich heftiger aus als zuvor.“ Der Einstich schwillt meist stark an, oft begleitet von Atemnot, Schweißausbrüchen, Übelkeit oder auch Schwellungen im Gesicht.

Medikamente für den Notfall

Besonders gefährlich sind Stiche im Gesicht und am Hals, da hier das Gift sehr schnell in den Blutkreislauf gelangen kann. Wird der Patient dann nicht schnell ärztlich versorgt, kann es im Extremfall zu einem Allergieschock mit Atem- beziehungsweise Kreislaufstillstand kommen. Die TK rät Insektengiftallergikern deshalb, Medikamente für den Notfall mit sich zu führen. Welche Präparate dazu geeignet sind, sollten Patienten individuell mit ihrem Arzt besprechen. Ein für alle Betroffenen einheitliches „Notfall-Set“ gibt es nicht. Üblich sind jedoch Antihistamin-Tabletten, Cortison-Präparate sowie eine Adrenalin-Spritze für schwere allergische Reaktionen. Die Kosten für verschreibungspflichtige Arzneimittel übernehmen die Krankenkassen.

Menschen, die schon einmal eine schwere Insektengift-Reaktion erlebt haben, rät die TK darüber hinaus zu einer spezifischen Immuntherapie. Dabei wird das Immunsystem durch regelmäßige Injektionen langsam an den allergieauslösenden Stoff gewöhnt. Auch hier tragen die Krankenkassen die Kosten der Therapie, wenn sie ärztlich verordnet ist.

Tipps zur Verringerung des Risikos

Wer sich im ganz normalen Alltag schützen möchte, kann mit folgenden Tipps das Risiko eines Insektenstichs deutlich verringern:

  • Am besten ist es, den Insekten so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten. Allergiker sollten ihren Körper deshalb im Freien möglichst mit langärmeliger Kleidung und langen Hosen bedecken. Dabei kommt es jedoch auch auf die Farbe an: Schwarze oder leuchtend bunte Stoffe können Bienen und Wespen sogar anziehen und sind daher eher ungeeignet.
  • Auch Düfte und Essensgerüche locken Insekten an. Beim Picknick im Freien sollten alle Speisen und Getränke gut abgedeckt werden. Vorsicht ist beim Frühstücken auf dem Balkon angesagt: Lässt man hier Türen oder Fenster offen stehen, können die Insekten schnell in den Wohnraum gelangen.
  • Eine effektive Schutzmaßnahme für die Wohnung sind Insektengitter. Sie sind vor allem am Schlafzimmerfenster und in Kinderzimmern sinnvoll.
  • In Abfallkörben befinden sich häufig Insekten, die von Essensresten angelockt werden. Hier gilt für Allergiker: möglichst Abstand halten und den eigenen Müll vorsichtig entsorgen.
  • Da Wespen gern in Erdlöchern leben, sollten Allergiker nicht barfuß auf eine Wiese gehen.
  • Hat doch einmal ein Insekt zugestochen, sollten der Stachel schnell entfernt und die Einstichstelle anschließend gekühlt werden.

(27.02.2008)

Startseite  Vorherige Seite  Impressum
Ratgeber
Zum Inhalt
Der Pfiffikus aus deiner Apotheke
Zum Inhalt
Apotheken Rätselmagazin
Zum Inhalt