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Wie es beim Standard-Blues in der Musik nun mal der Fall ist, ist auch die Melodie des Winter-Blues' von einer gewissen Eintönigkeit geprägt. Betroffene sprechen von einem Einbruch der Stimmung, der übrigens bereits von Ärzten im antiken Griechenland beschrieben wurde - und das ist immerhin mehr als 2.000 Jahre her. Der Tag eines depressiv verstimmten Menschen beginnt häufig bezeichnenderweise mit dem Morgengrauen. Er wird von quälenden Gedanken aus dem Schlaf gerissen, fürchtet sich vor dem neuen Tag und fühlt sich den Aufgaben, die er zu erledigen hat, nicht gewachsen. Insgesamt traut man sich kaum mehr etwas zu. Die Stimmung kann sich im Laufe des Tages zwar etwas aufhellen, dennoch bleibt immer eine gewisse Grundtristesse. Die wichtigsten Erkennungsmerkmale eines Winter-Blues' sind Müdigkeit, undefinierbare Energielosigkeit bis Schwäche, sozialer Rückzug, Niedergeschlagenheit, innere Leere und sexuelles Desinteresse. Dabei kann der Klang des Winter-Blues' auch durchaus aggressivere Töne anschlagen und zeigt sich dann in Form von Nervosität und Reizbarkeit. Nicht selten zieht die melancholische Melodie ferner den Körper in ihren Bann: Heißhunger auf Süßigkeiten, Teigwaren oder ähnliches sind keine Seltenheit. In den wärmeren, sonnenreicheren Monaten (ab Februar bis März) klingt der Blues dann allmählich aus - und eben dieser zeitlichen Verlaufsform verdankt der traurige WinterBlues seinen Namen.
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